Europas Badegewässer erhielten gute Noten

Welt / 20.05.2015 • 22:57 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

95 Prozent der untersuchten Badestellen haben die Mindestanforderungen an die Wasserqualität erfüllt.

Brüssel Wien. Gute Nachrichten für Wasserratten: Europas Badegewässer werden offenbar sauberer. Das geht aus dem Bericht der EU-Kommission und der Europäischen Umweltagentur hervor, der am Mittwoch veröffentlicht wurde. Für den alljährlich erscheinenden Bericht wurden im Vorjahr mehr als 21.000 Binnen- und Küstengewässer in der EU, der Schweiz und Albanien geprüft. In Österreich waren es wie im Jahr davor 266.

Dabei schnitten die heimischen Badestellen sehr gut ab. 264 der 266 wurden zumindest mit „ausreichend“ beurteilt, bei den rest­lichen beiden war eine Klassifizierung

nicht möglich. Dabei handelte es sich um den Zicksee in St. Andrä und den Neusiedlersee bei Podersdorf im Nordburgenland. Von den 264 bewerteten Gewässern in Österreich erhielten 236 die Bestnote. Das sind 88,7 Prozent, gegenüber
87 Prozent im Bericht des Vorjahres ein weiterer Anstieg.

Zypern auf Platz eins

Europaweit erreichten mehr als 83,3 Prozent der untersuchten Gewässer die Bestnote. 95 Prozent wiesen zumindest eine ausreichende Wasserqualität auf.

Vor allem Zypern punktet mit sauberem Wasser. Allen 112 untersuchten Küstenbadestellen

bescheinigten die Tester mindestens gute Werte. Auf Platz zwei in der EU folgt Grie-

chenland,

dicht gefolgt von Kroatien. In Frankreich, Spanien, Italien und Portugal halten ebenfalls mehr als 90 Prozent der Küstenbadestel-

len die Mindeststandards ein.

Ein wenig trüber fiel das Bild 2014 in Schweden, den Niederlanden und Bulgarien aus. Das schwedische

Mittsommer­idyll mit tiefgrünen Wäldern

und

glasklaren Seen lockt jedes Jahr viele Touristen. Doch im  Badegewässerbericht für Europa fallen 16 Badestellen in dem skandinavischen Land durch. 73 Prozent aller getesteten Badestellen haben demnach aber eine gute oder exzellente Qualität.

In den Niederlanden erhielten von den 715 Badestellen an Küsten und Binnengewässern nur rund 70 Prozent die Bestnote. Das liegt unter dem europäischen Durchschnitt von 82,9 Prozent. In Bulgarien sind 3,3 Prozent der Küstenbadegewässer von mangelhafter Qualität oder entsprechen nicht den Vorschriften.

Für die Überwachung sind die Behörden vor Ort zuständig. Sie nehmen während der Badesaison regelmäßig Proben, die später in den jährlichen EU-Bericht einfließen. Dabei müssen sie vor allem zwei Darmbakterien im Auge behalten: E.coli und Darm-Enterokokken deuten beide auf Fäkalien im Wasser hin.