Titeljagd am Rohrspitz hat Tradition

Sport / 20.05.2015 • 19:54 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Lokalmatador Dietmar Salzmann (l.) geht mit Tochter Silvia auf Titeljagd. Foto: Thüringer
Lokalmatador Dietmar Salzmann (l.) geht mit Tochter Silvia auf Titeljagd. Foto: Thüringer

Tornados und A-Cats aus drei Ländern messen sich zu Pfingsten am Bodensee.

Rohrspitz. (VN-HT) Die Duelle der Zweirümpfer zu Pfingsten am Rohrspitz haben bereits Tradition. Weil der Yachtclub Rheindelta sich bei der Ausrichtung stets bewährte, fahren in diesem Jahr die besten Segelteams aus Österreich, Deutschland und der Schweiz um den jeweiligen Staatsmeistertitel. Unter ihnen befinden sich die Besten der Szene.

Der Tornado ist ein Katamaran mit zwei Mann Besatzung, während der A-Cat nur von einem gesteuert wird. Dass sich der amtierende Tornado-Weltmeister Yordanis Paschalidis aus Griechenland mit dem deutschen Meister Roland Gäbler heiße Kämpfe liefern wird, ist zu erwarten. Alle errungenen Titel des Norddeutschen aufzuzählen, der seit 2010 mit seiner Frau Nahid segelt, würde den Platzrahmen sprengen. Er gewinnt mit ihr nicht nur in der gemischten, sondern auch in der offenen Klasse. Bei der WM lag er nur zwei Plätze hinter dem Griechen. In der Schweiz gibt aktuell die Crew Julia und Martin Rusterholz den Takt in der Szene vor. Auch sie werden ihren Titel verteidigen wollen. Nicht zu vergessen ist der Lindauer Veit Hemmeter. Er beherrscht viele Bootsklassen, unter anderem die neu in Szene getretenen J 70.

Salzmann ist Favorit

Für die sechs heimischen Teams geht es neben dem Staats- auch um den Landesmeistertitel. Den wird sich Seriensieger und Lokalmatador Dietmar Salzmann mit Tochter Silvia nur schwer nehmen lassen. 18 Teams sind bereits fix gemeldet.

Auch bei den A-Cats beteiligen sich die üblichen Verdächtigen. Bob Baier, Zweiter in der deutschen Meisterschaft, Matthias Dietz, Dritter, Georg Reutter, Siebenter, führen eine Reihe von Top-20-Seglern an. Unter ihnen auch der Schweizer Sascha Wallmer, der vor Kurzem die Regatta in Spiez gewann. Wie gefährlich der Ritt auf dem Doppelrümpfer werden kann, ist aus dem tragischen Tod des Schweizer Oympioniken Charles Favre zu erahnen, der vor einer Woche am Genfersee beim Ausprobieren seines neuen A-Cats kenterte und ertrank.

Am Samstag ist, vorausgesetzt der Wind stimmt, die erste Wettfahrt geplant. Je nach Bedingungen werden bis Pfingstmontag insgesamt zwölf Durchgänge gesegelt.