WAC-Niederlage spielt Altach in die Tasche

Sport / 20.05.2015 • 23:02 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Viele Zweikämpfe, aber keine Tore in Graz – Salzburg ist dennoch am Weg zum Meistertitel. Foto: apa
Viele Zweikämpfe, aber keine Tore in Graz – Salzburg ist dennoch am Weg zum Meistertitel. Foto: apa

Rheindörfler bleiben Tabellenvierter. Salzburg ist der Titel nicht mehr zu nehmen.

Schwarzach. Am Tag danach ist das Lächeln in die Gesichter der Altach-Kicker zurückgekehrt. Grund dafür war die Niederlage des Wolfsberger AC beim abstiegsbedrohten Team von Wr. Neustadt. Die Elf von Trainer Helgi Kolvidsson feierte einen verdienten 2:0-Heimerfolg über die Kärntner. Dennoch bleiben die Niederösterreicher Tabellenschlusslicht, weil auch die Admira einen Sieg feierte:
1:0 bei der Austria Wien.

Altach profitierte von der Auswärtspleite des WAC. Zwei Spieltage vor Schluss haben die Vorarlberger damit weiter einen Punkt Vorsprung auf die auf Rang fünf liegenden Kärntner.Der Tabellendritte Sturm hat einen Zähler mehr als Altach auf dem Konto. Auch das Schlussprogramm mit den Spielen gegen Grödig (H) und Wr. Neustadt (A) spricht im Duell gegen Wolfsberg für die Heimischen. Denn der WAC muss noch nach Salzburg und dann kommt Rapid in die Lavanttal-Arena.

Salzburg wohl schon Meister

Groß gefeiert wurde noch nicht, doch nach dem 0:0 in Graz ist Salzburg der Meistertitel wohl nicht mehr zu nehmen. Rapid kann in Punkten nur noch gleichziehen, aber das Torverhältnis von plus 31 spricht für die Bullen. Der Altacher Adi Hütter feiert damit seinen ersten Bundesliga-Titel als erster österreichischer Meistertrainer bei RB Salzburg überhaupt. Zuvor hatte der 45-jährige Vorarlberger schon den SV Grödig in die Bundesliga geführt.

Aigner mit Pferdekuss

„Die Leistung war nicht so schlecht wie das Ergebnis. Uns hat die Effektivität gefehlt“, war Altach-Coach Damir Canadi mit der Leistung, aber nicht mit dem Resultat des Spiels in Ried zufrieden. Auch weil dem Anfang vom Ende, dem Führungstreffer der Innviertler, ein Handspiel von Hattrick-Schütze Thomas Fröschl vorangegangen war.

Während am Tag nach dem Spiel hinsichtlich Torjäger Hannes Aigner Entwarnung gegeben werden konnte, bleibt die Frage nach dem Torhüter am Sonntag im Heimspiel gegen Grödig noch ungeklärt. Grund dafür sind die Adduktorenprobleme bei Martin Kobras (28), der von Canadi nach eigener Aussage auch zu dessen Schutz aus dem Spiel genommen wurde. Da auch Andreas Lukse (27) noch nicht so weit sein dürfte, wird wohl Sebastian Brandner (32) zu seinem zweiten Bundesliga-Einsatz kommen. Aigner, der von Ried-Goalie Thomas Gebauer einen Pferdekuss erhalten hatte, geht davon aus, dass er am Sonntag (Anpfiff, 17.45 Uhr) wieder einsatzfähig ist.

Glück hatte Altachs Sebastian Brandner bei seinem Bundesliga-Debüt beim Zusammenprall mit Ried-Stürmer Thomas Fröschl. Foto: gepa
Glück hatte Altachs Sebastian Brandner bei seinem Bundesliga-Debüt beim Zusammenprall mit Ried-Stürmer Thomas Fröschl. Foto: gepa

Fußball

Die Zahlen zum Spiel

SV Ried Cashpoint SCR Altach

15 Schüsse gesamt 14

 5 Schüsse auf das Tor 5

61 % Ballbesitz 39 %

 2 Ecken 3

 8 Flanken aus dem Spiel 12

20 Freistöße 19

 4 Abseits 1

 1 Handspiele 0

20 Fouls* 20

Legende: * exklusive Handspiel