Wie viel Leid
erträgt der Mensch?

Leserbriefe / 20.05.2015 • 19:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Kommentar von Dr. Haller vom 14./15. Mai 2015:

Empathie heißt wörtlich übersetzt „im anderen leiden“. Wir erleben via Fernsehen alles live: Kriege, Flüchtlinge, Attentäter, Naturkatastrophen; gescheiterte Beziehungen, Krippen, Altersheime; Arbeitslose, Elternlose, Freudlose (auch Depressive genannt). Wer da mitleidet, wie lebt der? Spenden und Steuergelder können eine Art Ventil sein. Das ist ein Pflaster, ein notwendendes, das Wunden zudeckt, aber nicht einmal einen echten Heilungsprozess einleitet. Diesen bewirkt unsere Einstellung zum Menschen, den wir als jeweils einmalig und deshalb unersetzlich sehen müssten. Zu hoch gegriffen? Nicht, wenn möglichst viele bei sich selbst anfangen. Der atheistische Physiker Hawking kommt zum selben Schluss, wie Jesus von Nazareth vor gut 2000 Jahren. Die Empathie, diese Fähigkeit und Bereitschaft, Gefühle und Gedanken anderer zu erkennen und sich darauf einzustellen, führt die Menschen in einen friedlichen Zustand. Einfacher ausgedrückt: Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst. Auf diesem Boden wachsen Friede und Freude. Mit Garantie. Oder wir stumpfen gefährlich ab.

MARGARETHE

DE ROSSO-ZSULITS,

GABLERSTRASSE 7, BREGENZ