Klaus Hämmerle

Kommentar

Klaus Hämmerle

Dürftig

Vorarlberg / 21.05.2015 • 19:13 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Man braucht kein „Hurra, ich will ein Puff“-Schreier sein, um nach der Verhandlung über den Bordell-Antrag am Verwaltungsgericht festzustellen: Die Ermittlungsergebnisse der Exekutive in diesem Fall waren dürftig, sehr dürftig.

Wenn ein Normalbürger mit einem Anruf feststellen kann, dass illegale Prostitution in Hohenems sehr wohl existiert, und die Exekutive vorgibt, diese „geniale“ Ermittlungsidee nicht angewandt zu haben, dann ist das ein Offenbarungseid.

Oder schlimmer: Dann liegt der Verdacht nahe, man wollte gar nicht wirklich ermitteln. Und zwar, um nicht mit einem für Stadt und Land unangenehmen Ergebnis daherzukommen.

Noch einmal: Ob es in Vorarlberg jemals ein Bordell gibt oder nicht, ist egal.

Nicht egal ist, wenn mit aus Steuergeld finanzierten Ermittlungen die Öffentlichkeit dermaßen für dumm verkauft wird, wie das gestern bei der Verhandlung im Verwaltungsgericht des Landes der Fall war.