In Monaco begann es mit Pfiffen

Sport / 21.05.2015 • 19:41 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Lewis Hamilton möchte in Monaco seinen Mercedes-Kollegen Nico Rosberg als Sieger ablösen, der Deutsche gewann die letzten beiden Rennen im Fürstentum. Foto: ap
Lewis Hamilton möchte in Monaco seinen Mercedes-Kollegen Nico Rosberg als Sieger ablösen, der Deutsche gewann die letzten beiden Rennen im Fürstentum. Foto: ap

Wegen Regens war im zweiten Training mehr als eine Stunde kein Auto auf der Strecke.

Monte Carlo. Mit Pfiffen von den Fans hat die klassische Formel-1-Woche in Monaco begonnen. Über eine Stunde war im Nachmittagstraining wegen Regens kein Auto auf der Strecke, die – ohnehin wenigen – Zuschauer bekamen bei nur 15 Grad insgesamt wenig zu sehen. Bestzeit in beiden Sessionen erzielte Weltmeister Lewis Hamilton (Mercedes), Überraschung des Tages war Max Verstappen.

Gelungene Premiere

Der erst 17-jährige Niederländer ist der einzige Fahrer im Feld, der zuvor noch keinen Rennmeter im Fürstentum gefahren war. Dennoch wurde der Rookie am Vormittag mit nur 0,149 Sekunden Rückstand Zweiter hinter Hamilton. Verstappens STR10 ist das bisher wohl gelungenste Auto von Toro Rosso, das im zehnten Jahr seines Bestehens steht und vom Österreicher Franz Tost als Teamchef geführt wird. „Wir haben ein wirklich wettbewerbsfähiges Auto, das sehr kontrollierbar ist und beide Fahrer machen einen super Job“, lobte Tost.Das Junior-Team kann dem kriselnden großen Bruder Red Bull auch im Fürstentum Konkurrenz machen. „Ich sehe keinen Grund, warum wir hier nicht einige Punkte holen sollten“, sagte Tost.

15 Minuten war am Nachmittag die zweite 90-Minuten-Session alt, also Nachzügler Roberto Merhi auf dem am ersten Trainingstag sowieso immer besonders rutschigen Straßenkurs im Fürstentum mit einem Unfall in seinem Manor für rote Flaggen sorgte. Gleichzeitig begann es zu regnen.

Nachdem heute wie üblich Formel-1-Ruhetag in Monaco ist und die Wetteraussichten für das Wochenende gut sind, verzichteten die Teams zur Enttäuschung der Fans auf Longruns mit Regenreifen. Die erstmals verwendeten Supersofts kamen noch nicht zum Einsatz. Erst in den letzten zehn Minuten gab es zumindest sporadisch wieder Autos mit Intermediate-Reifen auf der Strecke zu sehen, da hatte es bereits vereinzelt Pfiffe von den Tribünen gegeben. Insgesamt schaffte kein Fahrer am Nachmittag mehr als 20 Runden. „Das Wochenende wird trocken. Es hätte keinen Sinn gemacht, hier im Regen herumzurutschen“, sagte Mercedes-F-1-Aufsichtsratschef Niki Lauda.

Lewis Hamilton ließ sich von den Umständen nicht beirren und erzielte in beiden 90-Minuten-Einheiten Bestzeit. „Im Nassen ist das hier die schwierigste Strecke“, erklärte der Weltmeister die lange Untätigkeit.

Langeweile bei Vettel

Während Rosberg seinen Leitplankenstreifer vom Vormittag („Ich habe eine neue Linie ausprobiert. Das Team meinte aber, die bringt nichts“) mit Rang zwei ausbügelte, kam Sebastian Vettel auf Platz drei. Es war bezeichnend, dass der vom Nichtstun gelangweilte Deutsche im Auto Notizen auf einen Zettel schrieb. „Ich hatte nichts zu tun und habe aufgeschrieben, was ich nachher nicht vergessen will“, erklärte Vettel. „Ich habe einfach versucht, die Zeit sinnvoll zu nützen. Wie erwartet, ist Mercedes auch hier sehr schnell.“

Ich habe einfach versucht, die Zeit sinnvoll zu nützen.

Sebastian Vettel