Thiem spielt sich in Paris-Form

Sport / 21.05.2015 • 22:16 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Dominic Thiem hat in Nizza 90 ATP-Punkte und 22.800 Euro Preisgeld sicher. Foto: AP
Dominic Thiem hat in Nizza 90 ATP-Punkte und 22.800 Euro Preisgeld sicher. Foto: AP

Tamira Paszek fehlt nur noch ein Sieg für das Hauptfeld bei den French Open in Paris.

Nizza, Paris. Dominic Thiem ist rechtzeitig vor Beginn der French Open am Sonntag in ausgezeichnete Form gekommen. Der 21-Jährige setzte sich im Viertelfinale von Nizza gegen den als Nummer drei gesetzten Letten Ernests Gulbis nach 1:37 Stunden mit 6:2, 6:4 durch. Im Halbfinale trifft Thiem heute erstmals auf John Isner (USA), die Nummer zwei des Turniers.

Nicht so viel erwartet

Für Thiem ist es das zweite Halbfinale auf der ATP-Tour nach seinem Finaleinzug im Vorjahr in Kitzbühel. Dementsprechend froh war Thiem noch bei einem Interview auf dem Platz. „Ich habe in den letzten Wochen wirklich gut gespielt“, erklärte der Lichtenwörther, dennoch sei er nicht mit so hohen Erwartungen zur Paris-Generalprobe an die Côte d’Azur gekommen. „Ein Semifinale kann man nie erwarten. Es ist ja überhaupt erst mein zweites, mein erstes außerhalb von Österreich und ich bin wirklich glücklich“, freute sich der Schützling von Günter Bresnik nach dem dritten Sieg im vierten Duell mit Gulbis.

Thiem präsentierte sich in starker Verfassung und startete gegen Gulbis gleich mit einem Break. In der Folge nahm Österreichs Nummer eins dem Weltranglisten-25. neuerlich den Aufschlag zum 5:2 ab. Nach 38 Minuten hatte Thiem den ersten Satz in der Tasche. Im zweiten Durchgang vergab Thiem im ersten Game zwei Breakbälle und plötzlich bekam Gulbis leichten Aufwind. Nach 61 Minuten gelang dem Letten das erste Break zum 3:1, doch Thiem gelang das sofortige Rebreak und dann der Ausgleich zum 3:3. Bei 5:3 konnte Gulbis zwar den ersten Matchball des Österreichers noch abwehren und auf 4:5 verkürzen, dann ließ sich Thiem die zumindest 90 ATP-Punkte für das Halbfinale aber nicht mehr nehmen.

Noch eine Hürde

Tamira Paszek hat heute die Chance, sich erstmals nach einer halbjährigen Verletzungspause und schlechten Ergebnissen wieder für eine ganz große Tennis-Bühne zu qualifizieren. Mit einem 7:6(2), 6:4 über die Französin Julie Coin meisterte sie auch die zweite Hürde in der French-Open-Qualifikation. Die 24-jährige Dornbirnerin kämpft in der dritten Runde allerdings gegen die in der Ausscheidung als Nummer drei gesetzte Bulgarin Sesil Karatantschewa um die erste Major-Teilnahme im Hauptfeld seit Wimbledon 2014. Das bisher einzige Aufeinandertreffen mit der ein Jahr älteren Bulgarin, der Nummer 104 im Ranking, hat Paszek 2011 in Stuttgart glatt gewonnen.