Der Tourismus setzt auf Familienbetriebe

Markt / 22.05.2015 • 19:15 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Ernst Seidl und sein Team sind Vorarlbergs Gastronomiebotschafter und wurden beim KMU-Wettbewerb ausgezeichnet.  Foto: VN/Hofmeister
Ernst Seidl und sein Team sind Vorarlbergs Gastronomiebotschafter und wurden beim KMU-Wettbewerb ausgezeichnet. Foto: VN/Hofmeister

Kleine und mittelgroße Familienbetriebe sorgen im Tourismus für zufriedene Gäste.

Schwarzach. (VN) Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bilden das Rückgrat der Vorarlberger Unternehmenslandschaft. Auch im Tourismus spielen sie eine dominierende Rolle, zählt doch der größte Teil der Hotellerie- und Gastronomiebetriebe dazu. Wegen ihnen ist Vorarlberg ein beliebtes Urlaubsland. Millionen Gäste kommen jährlich ins Land, um sich zu erholen, Ski zu fahren, Kultur zu erleben und Kulinarisches zu genießen.

Regionale Wertschöpfung

Die Hotels und Gastronomiebetriebe des Landes sorgen dafür, dass sich die Gäste hier rundum wohlfühlen. Der größte Teil davon ist nicht nur KMU-dominiert, die meisten der Beherbergungsbetriebe befinden sich zudem in Familienbesitz. In Vorarlberg sind die Tourismusbetriebe fast zu hundert Prozent Familienbetriebe, Betriebe, die über die Jahre und Jahrzehnte gewachsen sind, werden von Familien geführt, die zusammen mit ihrem qualifizierten Personal die Gäste willkommen heißen und ihnen für ihren Aufenthalt das bestmögliche an Komfort und Betreuung zuteil werden lassen.

Als Gastgeber setzen sie auf eine hohe Qualität, auf persönliche Betreuung und das entsprechende Wohlfühlambiente. Ganz im Sinne der Tourismusstrategie 2020, die es sich zur Aufgabe und zum Ziel gemacht hat, mit Gastfreundschaft, Regionalität und Nachhaltigkeit zur Nummer 1 in Europa zu werden. Dabei soll das Rad nicht neu erfunden werden. Es soll gelingen, in Bereichen, in denen die Betriebe ohnehin schon stark sind, noch stärker zu werden.

Nicht nur bei den Gastgeberqualitäten, auch in Sachen Wertschöpfung ist der Tourismus eine entscheidende Größe. Schließlich werden Jahr für Jahr Millionen investiert, um Qualität und Infrastruktur weiter zu verbessern. Von diesen Investitionen profitieren wiederum die Vorarlberger Handwerksbetriebe. Denn 80 Prozent aller Aufträge aus dem Tourismus gehen an Betriebe im Umkreis von 60 Kilometern. Dazu kommt die Standorttreue: Denn als Hotel ist Abwandern kein Thema.

Volkswirtschaftlich ist der heimische Tourismus ganz vorne mit dabei. Schließlich lag die erwirtschaftete direkte und indirekte Wertschöpfung der österreichischen Tourismus- und Freizeitwirtschaft 2014 in Summe bei rund 50 Mrd. Euro, das sind 15,0 Prozent des BIP. Zudem haben die Gesamtausgaben der Urlaubsgäste, Geschäftsreisenden und Tagesbesucher 34 Milliarden Euro ausgemacht. Der Tourismus ist eine wichtige Konjunkturstütze, die Wachstum und Arbeitsplätze im Land sichert. Nun befürchtet die Branche aber deutliche Belastungen durch Steuerreform und Bürokratie, die sich auch in einem Minus bei den Gästezahlen schmerzlich bemerkbar machen werden.

Mitmachen zahlt sich aus

Alle kleinen und mittleren Vorarlberger Unternehmen sind eingeladen, sich an der Mittelstandsinitiative der VN und der Wirtschaftskammer Vorarlberg zu beteiligen. Das Mitmachen zahlt sich auf jeden Fall aus, denn die erstplatzierten Unternehmen jeder Branche werden auf einer ganzen Seite, die zweit- und drittplatzierten auf jeweils einer halben Seite in einem VN-Journal sowie auf VOL.AT präsentiert.