„In der Prüfungswoche hat die Uni Anti-Stress-Pakete ausgeteilt“

Vorarlberg / 22.05.2015 • 22:20 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Francisca Österle (l.) hat ihr Auslandsstudium in Edinburgh absolviert:
Francisca Österle (l.) hat ihr Auslandsstudium in Edinburgh absolviert: „Ich kann mir jetzt vorstellen, meinen Master im Ausland zu machen.“

Wie es sich im Ausland studiert – zwei Vorarlbergerinnen erzählen. 

Schwarzach. (VN-ger) In einem Land zu studieren, in dem man niemanden kennt und die Sprache nicht perfekt beherrscht? Auch Natalie Bereuter hatte zunächst ihre Bedenken. „Ich habe allerdings schnell gelernt, dass – wenn nicht immer alles nach Plan läuft –, man mit Anpassungsfähigkeit, Flexibilität und Eigeninitiative einiges erreichen kann. Heute bin ich unendlich froh darüber, dass ich damals die Bewerbung abgeschickt habe“, schwärmt die 21-jährige Feldkircherin, die von den Schotten regelrecht überwältigt wurde. „Solch eine Hilfsbereitschaft gegenüber Fremden habe ich bis jetzt an keinem anderen Ort erlebt.“

Natalie Bereuter studiert seit Herbst 2012 Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Internationale Beziehungen an der Universität von Glasgow. Wie einfach es ist, ins europäische Ausland zu ziehen, hat die Feldkircherin überrascht. „Visum ist keines notwendig und auch sonst hält sich der Papierkram in Grenzen. Als EU-Student ist man dort ganz selbstverständlich versichert und ich konnte auch problemlos einen Nebenjob ausüben“, berichtet sie. Ein weiterer Pluspunkt: Die schottische Regierung übernimmt die Studiengebühren auch für EU-Studenten. Das dritte Studienjahr möchte Natalie Bereuter an einer kanadischen Partneruniversität absolvieren, eines weiß sie aber bereits jetzt: „Mein Auslandsstudium hat mich persönlich dermaßen beeinflusst, dass es auch meine Zukunftspläne geprägt hat. Ich kann mir jetzt durchaus vorstellen, später im Ausland zu leben, und habe auch meine Karriereziele höhergesteckt, als ich es mir früher zugetraut hätte. Mein Traum wäre es, entweder für die EU-Institutionen, das österreichische Außenministerium oder generell internationale Organisationen zu arbeiten“, sagt die 21-Jährige.

Anti-Stress-Paket

Quasi ums Eck, im knapp 70 Kilometer entfernten Edinburgh, hat Francisca Österle aus Dornbirn im Vorjahr ein Auslandstrimester verbracht. „Die Uni ist sehr modern und hat Cafés, auch einen Friseurladen und einen Supermarkt. Was mir auch gut gefallen hat, war, dass die Bibliothek 24 Stunden lang geöffnet war. In der Prüfungswoche hat die Universität Anti-Stress-Pakete ausgeteilt, in denen zahlreiche Artikel zu finden waren, die das Ruhigbleiben in der aufregenden Zeit erleichtern sollten, wie zum Beispiel Anti-Stress-CDs und Schokolade“, erzählt die 23-Jährige mit peruanischen Wurzeln von einigen schottischen Besonderheiten. Seit Ende Dezember ist Francisca wieder zurück an der Universität Wien und bringt dort ihr Bachelorstudium Transkulturelle Kommunikation zu Ende – ein Masterstudium im Ausland mittlerweile nicht mehr ausgeschlossen.

Nicht nur landschaftlich hat Schottland für Natalie Bereuter aus Feldkirch einiges zu bieten. Fotos: privat
Nicht nur landschaftlich hat Schottland für Natalie Bereuter aus Feldkirch einiges zu bieten. Fotos: privat

Studium im Ausland

Studieren ja – aber was und wo? Wie und wann muss ich mich anmelden? Und wo kann ich wohnen? Im aha bekommen Jugendliche Tipps und Infos zum Thema Studium:

» Folder „Studium im Ausland“: Infos zu Teilstudium, Vollstudium, Überlegungen bei der Planung, Aufnahmekriterien, Kosten und Finanzierung

» Folder „Studieren in Österreich“: Für welches Studium entscheide ich mich? Was sind die Voraussetzungen? Worauf sollte ich vor Studienbeginn achten? Infos zu Wohnungssuche, Förderungen, Versicherung etc.

» Alle Infos sowie Erfahrungsberichte von Vorarlberger Studenten im Ausland unter: www.aha.or.at