Klare Sicht für ganz helle Köpfe

Markt / 22.05.2015 • 21:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Reinhard Kapellers Aufgabe bei Glas Marte ist es, das Know-how des Entwicklerteams zu koordinieren.  Foto: VN/Paulitsch
Reinhard Kapellers Aufgabe bei Glas Marte ist es, das Know-how des Entwicklerteams zu koordinieren. Foto: VN/Paulitsch

Reinhard Kapeller leitet die Entwicklungseinheit des Traditionsbetriebs Glas Marte.

Bregenz. (VN) Getrieben von der Idee, die technisch-physikalischen Möglichkeiten auszureizen, koordiniert Reinhard Kapeller als Leiter der Entwicklungseinheit von Glas Marte zukünftige Projekte und Innovationen. Neu entwickelte Produkte wie das Strukturglas ICE-H stellen entscheidende Meilensteine in der Forschungsarbeit dar. Dabei hinterlässt das aus der Oberfläche ausgelöste Glasmaterial eine interessante, einzigartig aufgebrochene Oberflächenstruktur mit einem kühlen, aber lebendigen Erscheinungsbild. „Die Glasstruktur bei ICE-H hat eine eigene Gesetzmäßigkeit, ist stets unregelmäßig und unterschiedlich. Somit wird jedem Raum und jeder Fassade ein außergewöhnlicher Ausdruck verliehen“, erklärt Kapeller stolz.

Neuartige Produkte

Die Aufgabe von Reinhard Kapeller bei Glas Marte ist es, das umfangreiche Knowhow des Entwicklerteams zusammenzuführen und zu koordinieren. „Lösungsorientierte Führung ist von entscheidender Bedeutung, um den Anforderungen am Markt rechtzeitig mit leistungsfähigen Produkten zu begegnen“, verdeutlicht der gebürtige Tiroler. Eines der aktuellsten Projekte ist das 3-fach-Membran-Isolierglas. „Wir haben die erste, freitragende 3-fach-Isolierglasscheibe der Welt entwickelt, welche ohne Konstruktion bis zu 12 Meter Spannweite überbrückt“, unterstreicht Kapeller die Leistungsfähigkeit der Neuentwicklung. Mit derartigen Referenzprojekten, zu welchen auch das einzige in Deutschland zugelassene Glasgeländer ohne Handlauf zählt, kann das Unternehmen Glas Marte kontinuierlich neue Maßstäbe im Glasbau setzen.

Prämierter Traditionsbetrieb

Glas Marte ist ein 1930 von Rudolf Marte gegründetes Vorarlberger Traditionsunternehmen mit Sitz in Bregenz. Der Familienbetrieb mit mehr als 300 Mitarbeitern ist Spezialist für besondere Glaslösungen, welche europaweit gefragt sind. Die aus vier Personen bestehende Entwicklungseinheit erzielt durch enge interne Zusammenarbeit und erfolgsorientierte Kooperationen mit Unternehmen und Forschungseinrichtungen beachtliche Erfolge. Durch verschiedenste Innovations- und Designpreise wie den „Red Dot Award 2014“ für ein neuartiges Schiebetürensystem konnte sich Glas Marte unter den größten Glasbe- und Verarbeitungsbetrieben Österreichs etablieren.

Stetiger Lernprozess

Nach einer HTL-Ausbildung für Maschinenbau absolvierte Reinhard Kapeller umfangreiche Praxisjahre im Werkzeugbau und der Betriebsmittelkonstruktion. Bei seiner anschließenden Tätigkeit als technischer Projektleiter in der Medizintechnik war er unter anderem mitverantwortlich für die Entwicklung eines innovativen Hüftprothesen-Systems. Nach Beendigung seiner Arbeit als Konstrukteur und Projektleiter für waffentechnische Produkte wechselte Kapeller 2011 als Leiter der betrieblichen Entwicklung zu Glas Marte. „Mein starkes technisches Interesse und die Möglichkeit, Grenzbereiche auszureizen, motivieren mich für jedes Projekt aufs Neue“, so Kapeller.