Liebesbriefe als Pamphlete

Kultur / 22.05.2015 • 18:51 Uhr / 1 Minuten Lesezeit
   
   

Roman. In „Planet Magnon“ von Leif Randt schwebt das gesichtslose Computersystem „ActualSanity“ um einen türkisfarbenen Mond und regelt das Leben der Bewohner des literarischen Sonnensystem. Man kann seinen dritten Roman auf gewisse Weise als Fortschreibung des hochgelobten und mit einem Sonderpreis des Klagenfurter Bachmann-Wettbewerbs ausgezeichneten Vorgängers „Schimmernder Dunst über CobyCounty“ lesen: Damals war Protagonist Wim ein cooler Konform-Schnösel.

Nun gibt es Marten Eliot, einen Spitzenfellow der Dolfins auf dem Planeten Blossom. Diesem Kollektiv sind Schmerz, Liebe, Leid und Gefühle abtrainiert. Wie im klassischen Science-Fiction-Roman kommt es am Ende zum Showdown.

Leif Randt: „Planet Magnon“, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln, 304 Seiten