Tech-Ära geht zu Ende

Markt / 22.05.2015 • 21:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Mag. Monika Rosen
Mag. Monika Rosen

schwarzach. Heuer im Juli wird in der Technologie eine Ära zu Ende gehen. John Chambers beendet nach
20 Jahren seine Karriere als Vorstandsvor-

sitzender von Cisco, damit tritt einer der längst dienenden Manager im Silicon Valley ab. Gerade in der Technologie ist die Welt eine andere geworden in diesen 20 Jahren, man spricht ja auch tatsächlich von „old tech“ vs. „new tech“. Ein paar Zahlen machen dies deutlich: 1995, als Chambers das Ruder bei Cisco übernahm, hatten nur 10 Prozent der Amerikaner ein Mobiltelefon, 14 Prozent waren im Internet. Heute ist man via Smartphone fast überall online, möglich gemacht hat das auch das Netzwerk-Equipment von Cisco. Das war natürlich gut fürs Geschäft – und für den Aktienkurs. Ein Dollar, investiert 1995 in Cisco-Aktien, wäre heute 17 Dollar wert. Dieselbe Investition in den breiten S&P Index ergäbe 6,50 Dollar. Auch nicht uninteressant: Trotz des Absturzes in der Technologie nach dem Jahr 2000 hat Cisco in den letzten 20 Jahren fast dreimal so viel zugelegt wie der S&P 500. Chuck Robbins, der Nachfolger von Chambers als CEO, muss sich mit der wachsenden Konkurrenz aus China auseinandersetzen. Vor allem muss er beweisen, dass er den Technologie-Riesen ähnlich erfolgreich durch unruhige Zeiten steuern kann – denn ruhiger wird es gerade in der Technologie kaum werden.

monika.rosen@unicreditgroup.at,
Mag. Monika Rosen,
Chefanalystin, Bank Austria Private Banking