Burgruinen weiter vor dem Zerfall bewahren

Vorarlberg / 25.05.2015 • 20:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Vor rund zwei Wochen wurden die Arbeiten am Geschütz- und Gefängnisturm der Koblacher Neuburg wieder aufgenommen.  
Vor rund zwei Wochen wurden die Arbeiten am Geschütz- und Gefängnisturm der Koblacher Neuburg wieder aufgenommen.  

Götzis, Koblach. (mima) In der Kummenbergregion stehen mit der Neuburg und der  Neu-Montfort zwei Wehrbauten mit großer Vergangenheit. Für Reinhard Sonderegger von der Initiative „Burgruine Neuburg“ ist es ein Anliegen, die Koblacher Burg zu erhalten. Seit 30 Jahren läuft die Restaurierung. Vor zwei Wochen startete eine neue Etappe zur Sanierung des Geschütz- und Gefängnisturms. Für die Arbeiten sind 80.000 Euro vorgesehen.

Der fünfstöckige Wohnturm der Neu-Montfort in Götzis ist seit Jahren eingerüstet und muss abgestützt werden. In den 1970er-Jahren wurde versucht, die Mauerkrone mit Spritzbeton zu stabilisieren, was sich aber als Fehler herausstellte: Jahrzehnte später hat der Beton seine Stabilität verloren. Erst mit der Rekonstruktion des Mörtelrezepts konnte eine Lösung gefunden werden. „Hätte man in den 1990er-Jahren nicht damit begonnen, den Beton zu ersetzen, wären die Burgmauern eingestürzt“, erklärt Christoph Kurzemann vom Verein Neu-Montfort. Für 2015 sind 100.000 Euro, vorbehaltlich der Förderzusage, für die Sanierung vorgesehen.