„Deutschland wäre ein Reiz“

Sport / 25.05.2015 • 21:05 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Stolz hält Salzburg-Coach Adi Hütter die Meisterschale in der Hand. Für den 45-jährigen Altacher ist es der erste Titel in der Bundesliga. gepa
Stolz hält Salzburg-Coach Adi Hütter die Meisterschale in der Hand. Für den 45-jährigen Altacher ist es der erste Titel in der Bundesliga. gepa

Salzburg-Meistertrainer Adi Hütter hat klare Bilder im Kopf, wo er hin will.

salzburg. Vier Tage nach dem praktischen Meisterschaftsgewinn hat Red Bull Salzburg vor Heimpublikum auch alle theoretischen Zweifel beseitigt. 18.209 Zuschauer sahen einen nie gefährdeten 3:0-Sieg über den WAC und die anschließende Meisterfeier. „Es ist ein unglaublich schönes Gefühl. Gratulation an meine Mannschaft. Es war eine schwere Saison, die in Summe sehr gut war. Für mich ist es emotional sehr bewegend“, meinte Trainer Adi Hütter.

Mit Peter Stöger (2013/Austria/Köln) und Roger Schmidt (2014/Salzburg/Leverkusen) haben die jüngsten Fußball-Bundesliga-Meistertrainer den Sprung in Deutschlands Topliga geschafft. Salzburgs aktueller Meistercoach Adi Hütter hat sich durch seine Erfolge auch schon einen guten Namen gemacht und könnte daher durchaus in Zukunft ebenfalls den Sprung zu einem Klub im Nachbarland schaffen. Hütter hatte zwar mit Altach noch nicht den Aufstieg in die Bundesliga geschafft, holte das aber mit Grödig 2013 nach und führte den Klub auf Anhieb in den Europacup. In seinem ersten Salzburg-Jahr steht der 45-jährige Altacher nun trotz der namhaften Abgänge von Sadio Mane, Alan und Kevin Kampl während der Saison dicht vor dem Double-Gewinn, im Cup-Finale wartet am 3. Juni in Klagenfurt die schwächelnde Wiener Austria.

Bis 2016 Vertrag

„Man muss sich Ziele setzen. Ich bin nicht einer, der in den Tag hineinlebt, sondern ganz klare Bilder im Kopf hat, wo er hin möchte. Ein Reiz wäre sicher einmal, in der deutschen Bundesliga tätig zu sein, vielleicht in der zweiten oder ersten Liga, das weiß ich nicht“, sagte Salzburgs Trainer. Seine unmittelbare Zukunft liegt aber in Salzburg. „Ich bin sehr glücklich hier, fühle mich wohl und habe noch ein Jahr einen Vertrag“, betonte Salzburgs Trainer.

Hütter wird auch in der kommenden Saison vor der Herausforderung stehen, die nächsten Talente aus der hauseigenen Talentschmiede in die Mannschaft zu integrieren. „Ich glaube, dass diese Mannschaft auch mit den Spielern von Liefering in der nächsten Saison begeisternden Fußball bieten wird“, sagte Ralph Rangnick, der nach dieser Saison als Salzburg-Sportdirektor abdankt und sich nur noch auf den Standort Leipzig konzentriert.

Philosophie beibehalten

An der Salzburger Vereinsphilosophie soll sich sowieso nicht allzu viel ändern. „Das Ziel von Salzburg wird immer das gleiche sein, nämlich hier um den Meistertitel mitzuspielen und ihn wenn möglich auch zu holen“, erklärte Rangnick und ergänzte: „Wir wollen hoch talentierte Spieler suchen, verpflichten und dann zu richtigen Topspielern entwickeln.“

Für mich ist dieser Meistertitel emotional sehr bewegend.

ADI HÜTTER