Hard gewinnt Kellerderby

Sport / 25.05.2015 • 19:11 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Flugeinlage von Hards Metin Batir. Der Mittelfeldspieler zählte zu den Besten im Derby. Foto: steurer
Flugeinlage von Hards Metin Batir. Der Mittelfeldspieler zählte zu den Besten im Derby. Foto: steurer

Nach dem 2:0-Erfolg in Bizau brauchen die Bodenseestädter nur noch einen Sieg.

regionalliga. Seit 25 Jahren spielt der FC Hard ununterbrochen in der Westliga. Nach dem 2:0-Auswärtssieg in Bizau hat die Elf um Trainer Oliver Schnellrieder erneut die besten Karten, zum 26. Mal in der Drittklassigkeit zu bleiben.

Erst als Einwechselspieler Sercan Altuntas vier Minuten vor dem Schlusspfiff mit einem „Kracher“ ins linke Kreuzeck den 2:0-Endstand besorgte, war das spannungsgeladene Kellerderby vor rund 1000 Zuschauern im Bergstadion entschieden. Im Winter wurde in Hard nochmals ins Team investiert, am Ende der Saison scheint die Rechnung nun doch noch aufzugehen. Dass die Harder mit diesem Kader überhaupt um den Klassenerhalt spielen müssen, gibt dennoch zu denken. Immerhin stehen mit Andreas Simma, Metin Batir, Piero Minoretti, Patrick Scherrer, Sercan Altuntas und Michael Vonbrül gleich sieben ehemalige Vollprofis im Kader. Gegen Bizau brachte ein fragwürdiges Kopftor von Sebastian Santin (37.) die Harder auf die Siegerstraße. Großer Rückhalt der Gäste war Tormann Dominik Lampert. Der Harder Schlussmann machte vier Hochkaräter der Hinterwälder spektakulär zunichte. Allerdings vergab Metin Batir (72.) eine Hundertprozentige und Patrick Scherrer (39.) knallte das Leder noch an die Querlatte. Hard hat es jetzt selbst in der Hand, mit einem Heimsieg in der nächsten Runde gegen Wacker Innsbruck Amateure den Klassenerhalt endgültig zu fixieren.

Bergstadion zu schmal

Kommt die große Anhängerschar des FC Bizau nur noch einmal in den Genuss von Regionalliga-Feeling im Bergstadion? Die Partie gegen Schwaz (6. Juni) könnten für die Wälder die letzten 90 Minuten in der Regionalliga-Geschichte sein. Denn das Spielfeld im Bergstadion ist für die Westliga um zehn Meter zu schmal und daher nicht RLW-tauglich. Bei einem Klassenerhalt bekäme Bizau dank einer Sonderregelung nochmals eine Spielgenehmigung. Kleiner Trost für Bizau: Schon zum jetzigen Zeitpunkt hat man um drei Zähler mehr auf dem Konto als vor zwei Saisonen Andelsbuch beim Abstieg.