Pelziges und Gefiedertes

Vorarlberg / 25.05.2015 • 19:13 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Groß war naturgemäß der Andrang zum Streichelzoo.
Groß war naturgemäß der Andrang zum Streichelzoo.

Die Schau des Rassekleintierzuchtvereins Wolfurt war ein Publikumsmagnet. 

wolfurt. (VN-mm) War das ein Kommen und Gehen, fast wie in einem Taubenschlag. Gurrende Flieger gab es bei der Schau des Rassekleintierzuchtvereins Wolfurt zwar keine zu sehen, dafür erfreuten Hasen, Hühner und Meerschweinchen die zahlreichen Besucher. Bei den Kindern stand der Streichelzoo hoch im Kurs, bot er doch die Möglichkeit, das putzige Getier hautnah zu erleben. Ziel des Vereins wiederum ist es, seine Arbeit wenigstens einmal im Jahr öffentlich zu zeigen. „Denn es geht dabei ja auch um den Erhalt verschiedenster Rassen“, erklärt Obmann Bernhard Rusch.

Seit 2012 präsentiert der Rassekleintierzuchtverein Wolfurt an jedem Pfingstmontag seine pelzigen und gefiederten Schönheiten. Von den 40 Vereinsmitgliedern werden zwölf verschiedene Kaninchenrassen und drei verschiedene Geflügelrassen gezüchtet, gehegt und gepflegt. „Darunter sind auch sehr seltene“, merkt Bernhard Rusch stolz an. Pro Jahr bringt der Verein rund 350 Kaninchen und etwa 70 Hühner hervor. Vögel und Tauben finden sich im Repertoire nicht, weil es an Züchtern fehlt. Gleiches gilt für Meerschweinchen. Für den Streichelzoo wurden dennoch einige dieser bei Kindern begehrten Nager aufgetrieben. Bei gutem Wetter hätte die Veranstaltung im Freien stattgefunden. Doch vormittags grummelte der Wettergott noch kräftig, und so ging die Schau im alten Vereinshaus über die Bühne. Der Pfingstmontag hat sich bis dato als Termin für die Ausrichtung mehr als bewährt. „Es ist ansonsten nicht mehr allzu viel los, da kommen die Leute gerne zu uns“, erzählt der Obmann.

Schwierige Nachwuchsarbeit

Tatsächlich geht es rund. Vor allem Familien nutzen den Tag, um das lange Wochenende unterhaltsam ausklingen zu lassen. Star der Schau ist eindeutig „Alfons“, ein riesiges Angorakaninchen mit blütenweißem Fell. Viele Kinder wollten es streicheln, doch nicht alle getrauten sich. Am Ende des Tages zählte die Rassekleintierschau in Wolfurt rund 500 begeisterte Besucher. Auf die Nachwuchsarbeit haben solche Auftritte allerdings keinen Einfluss, sehr zum Bedauern von Bernhard Rusch.

So sind die Mitglieder des 1976 gegründeten Vereins schon in gesetzterem Alter. „Nachwuchs in der Rassekleintierzucht zu finden, ist schwierig“, sagt Rusch. Mit ein Grund sind die oft fehlenden räumlichen Voraussetzungen. Für die Kleintierzucht brauche es Grund und Boden. Dafür sind jene, die das Hobby betreiben, mit viel Engagement dabei. Der Lohn ist ein hoher Zuspruch bei Ausstellungen.

Emma (7) und die Zwillinge Michael und Johannes (5) hatten ihre Lieblingskaninchen schnell gefunden.  Fotos: Oliver Lerch
Emma (7) und die Zwillinge Michael und Johannes (5) hatten ihre Lieblingskaninchen schnell gefunden. Fotos: Oliver Lerch
Streicheleinheiten für das Kaninchen von Ronja und ihrem Papa. 
Streicheleinheiten für das Kaninchen von Ronja und ihrem Papa.