Quartier in Lech für Flüchtlinge

VN Titelblatt / 25.05.2015 • 22:47 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Hotelier Gregor Hoch will mit gutem Beispiel vorangehen und stellt Personalhaus bereit.

Bregenz, lech. Gregor Hoch, Präsident der Österreichischen Hoteliersvereinigung (ÖHV), hat genug. In einem offenen Brief wendet er sich auf der ÖHV-Homepage an die Öffentlichkeit: „Österreich ist der Weltmeister unter den Gastgeberländern. Dennoch schaffen es politische Verantwortungsträger nicht, ausreichend Quartiere für Verfolgte und von Not betroffene Menschen zu organisieren. Hilfsbedürftige sitzen in nassen Zelten oder Schubhaftzentren. Das macht uns wütend und betroffen. Wir haben spontan beschlossen, Betroffenen zu helfen.“ Der Hotelier wird nun selbst aktiv. Er öffnet das Personalhaus seines Lecher Hotels Sonnenburg und wird dort über den Sommer zwischen 20 und 30 Flüchtlingen Quartier gewähren. Denn eines stellt er klar: „In einem der reichsten Länder der Welt müssen Kriegsflüchtlinge, deren Heimat zerschossen wird, in Zelten untergebracht werden. Das geht gar nicht!“ Einen Befürworter hat Hoch im Lecher Gemeindeoberhaupt. Bürgermeister Ludwig Muxel steht diesem Projekt sehr positiv gegenüber, wie er betont.

Landesrat Erich Schwärzler (ÖVP) steht indes mit weiteren Gemeinden in Verhandlung. Er will noch diese Woche 50 weitere Flüchtlinge aufnehmen. /A5