Sechster Sieg in Folge für Thiem

Sport / 25.05.2015 • 22:05 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Dominic Thiem. Foto: apa
Dominic Thiem. Foto: apa

Auf den Turniersieg in Nizza folgte ein Start­erfolg bei den French Open in Paris.

Paris. Dominic Thiem hat seinen Erfolgslauf zum ersten ATP-Tour-Titel in Nizza auch bei den French Open in Paris fortgesetzt und seinen sechsten Sieg in Folge gefeiert. Der 21-Jährige rang den äußerst konstant spielenden Aljaz Bedene (Gbr) nach 3:22 Stunden mit 6:3, 6:4, 6:7(6), 6:3 nieder. Thiem qualifizierte sich damit wie im Vorjahr für die zweite Runde. Gegner morgen ist Pablo Cuevas (Uru/21).

Der Druck war da

Den Druck, als frischgebackener Turniersieger (6:7(8), 7:5, 7:6(2) gegen Leonardo Mayer) nicht gleich beim Major ausscheiden zu wollen, hat Thiem durchaus gespürt. „Auf jeden Fall. Es war das erste Mal für mich, dass ich nach einem Turniersieg zu einem anderen Turnier gereist bin. Das habe ich nur aus der Juniorenzeit gekannt, natürlich wollte ich gleich weitermachen“, gestand Thiem.„Ich habe manchmal ganz gut gespielt heute, manchmal nicht so gut wie am Samstag, aber ich bin natürlich sehr froh, dass ich es gewonnen habe“, atmete der Schützling von Günter Bresnik auf.

Thiem startete jeweils stark in die ersten beiden Sätze, musste den gebürtigen Slowenen dann aber doch noch herankommen lassen. Im ersten von 5:1 auf 5:3, im zweiten von 4:0 auf 4:3. „Die ersten zwei Sätze waren ganz gut, obwohl ich ihn manchmal unnötig wieder hergeholt habe“, erinnerte sich Thiem an diese Situationen. Im dritten Durchgang­ egalisierte Thiem zwar einen 1:3-Rückstand,

vergab aber im umkämpften

neunten Game bei 4:4 zwei Breakbälle. Dennoch hätte er auch schon nach drei Sätzen als Sieger in die Kabine gehen können. Bei 6:4 im Tiebreak hatte der Lichtenwörther schon zwei Matchbälle. „Ein Doppelfehler bei 6:4, das ist eine Katastrophe, das darf nicht sein, aber sehr positiv ist, dass ich im vierten wieder ganz gut gespielt habe.“ Thiem musste also in eine Zusatzschicht, ersparte sich aber den Gang über die volle Distanz mit einem frühen Break zum 3:1 im vierten Satz. Damit stellte Österreichs Jungstar endgültig die Weichen zum Sieg. Den dritten Matchball nützte Österreichs Nummer eins.

Von der Müdigkeit her geht es Thiem nach den zuletzt anstrengenden Tagen recht gut. „Es war wieder eine lange Partie und ich bin schon froh, dass ich heute gescheit schlafen kann. Ich bin eh noch voller Selbstvertrauen von Nizza, das hat auch ein bisserl geholfen.“

Cuevas ist ein „Sandmann“

Cuevas hat er schon
ein bisschen bei dessen Erstrundenmatch gesehen. „Das ist ein richtig guter Sandplatz-Spieler. Ich werde auf youtube noch ein bisserl nachschauen.“ Trotz seines kleinen Laufs sieht sich Thiem aber nicht als Favorit: „Letztes Jahr hat Cuevas zwei Titel auf Sand gewonnen, dieses Jahr schon einen und im Finale hat er gut gegen Federer gespielt“, erinnerte er an den São-Paulo­-Titel und das Endspiel in Istanbul seines Gegners.

Auch Melzer in Runde zwei

Auch Jürgen Melzer hat sich mit einer starken Leistung für die zweite Runde qualifiziert. Der 34-Jährige rang den als Nummer 30 gesetzten Franzosen Adrian Mannarino auf dem Court 1 in Roland Garros glatt in drei Sätzen mit 7:6(5), 6:3, 7:6(4) nieder.

Für Andreas Haider-Maurer ist der Einzelbewerb in Paris bereits nach der ersten Runde beendet. Der 28-Jährige musste sich dem Argentinier Diego Schwartzman nach 2:54 Stunden mit 3:6, 7:5, 3:6, 6:7(5) geschlagen geben.

Ich bin voll Selbstvertrauen von Nizza, das hat geholfen.

Dominic Thiem