Bludenz will Dach überm Kopf

Vorarlberg / 26.05.2015 • 20:22 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Das Thema beschäftigt Bludenz schon lange: VN-Bericht vom Juni 2010.
Das Thema beschäftigt Bludenz schon lange: VN-Bericht vom Juni 2010.

Stadt Bludenz lässt temporäre Innenstadt-überdachung erstmals prüfen; Idee nicht neu.

Bludenz. (VN-sas) In den Neunzigerjahren wurde die Idee einer überdachten Bludenzer Innenstadt erstmals gewälzt und seitdem in regelmäßigen Abständen immer wieder. Nun wurde das Vorhaben erneut aus der Schublade gezogen.

Schneller Auf- und Abbau

Eine temporäre Überdachung um den Nepomukbrunnen und –platz solle erstmals genau analysiert und geprüft werden, wie Bürgermeister Mandi Katzenmayer informiert. Derzeit befinde man sich in einer frühen Projektphase, so das Stadtoberhaupt. Wie diese temporäre Überdachung konkret aussehen soll, weiß Katzenmayer noch nicht. Bislang die einzigen Anforderungen: Die Überdachung muss schnell auf- und abgebaut werden und im Optimalfall nicht an den Hauswänden, sondern etwa in der Straße befestigt werden können – „alles andere wäre schade um die Stadt“. Erst müsse aber eruiert werden, was technisch und finanziell überhaupt möglich wäre. Auch müsse geprüft werden, wie etwa das Wasser abgeleitet werden kann; die Überdachung soll als „Veranstaltungssicherheit“ dienen, das Nepomuk-Areal nur bei Schlechtwetter überdacht werden. „Um diese Fragen zu klären, schreiben wir jetzt erstmal Unternehmen an“, sagt Katzenmayer.

Gespräche mit Anrainern

Anlass für die erneute Belebung der Pläne ist die derzeit stattfindende Generalsanierung im Bludenzer Zentrum. Ab Herbst steht die Erneuerung der Kanal- und Wasserleitungen sowie die Oberflächengestaltung in der Rathausgasse auf der Agenda der Arbeiter. „So gesehen ist jetzt der optimale Zeitpunkt dafür“, betont auch Stefan Kirisits, Pressesprecher der Stadt. Die Idee könne aber nur dann realisiert werden, „wenn sie von allen mitgetragen wird. Wir können hier ganz sicher nicht über die Köpfe der Bevölkerung hinweg einfach etwas realisieren“, kündigt Katzenmayer im Anschluss an die Projektstudie intensive Gespräche mit den betroffenen Anrainern und Immobilienbesitzern an.

Finanzierung unklar

Noch nicht definiert ist, ob die Kosten des Projekts nur von der Stadt Bludenz getragen werden würden, von der Wirtschaftsgemeinschaft, die in den vergangenen Jahren oft den Wunsch nach einer Überdachung äußerte, oder von beiden Parteien gemeinsam.

Die Stadt Bludenz werde versuchen, so Katzenmayer, bereits die Projektstudie auf eine breite Basis zu stellen, um dadurch eventuell eine EU-Leaderprogramm-Förderung zu erhalten.

Die Idee müsste aber von allen mitgetragen werden.

Mandi Katzenmayer