Forschungsprojekt gemeinsame
Schule

Leserbriefe / 26.05.2015 • 19:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Nun ist es also offiziell: Nicht nur die Mehrheit der Pflichtschullehrer, auch die der Eltern will eine gemeinsame Schule der Sechs- bis 14-Jährigen. Das hat das Forschungsprojekt nun endgültig belegt.

Erziehungswissenschaftler weisen längst darauf hin, dass die viel zu frühe Selektion der Schulkinder eine Katastrophe für die Volksschulen darstellt. Der unglaubliche Druck auf Kinder und Lehrer stieg in den letzten Jahren extrem. Die absurde Situation, dass Schüler praktisch nur noch mit lauter Einsern in den Gymnasien aufgenommen werden, führt zu einem unguten Wettbewerb, der manche Eltern dazu treibt, per Rechtsanwalt Noten einzuklagen, Kinder krank macht und frustrierte Schulverweigerer und im Selbstwert verletzte Schüler in die Restschulen schwemmt.

Nur eine kleine Minderheit, angesiedelt bei einigen stockkonservativen AHS-Lehrern, will uns weismachen, dass die Abschaffung der Differenzierung im Sekundarbereich unser Schulsystem zugrunde richte. Sie behaupten das Versagen der Gesamtschule wider besseres Wissen, wurde doch längst und mehrfach deren besseres Funktionieren bewiesen. Vielleicht sollten sie beim nächsten Törggele-Ausflug mal einen Abstecher in die Schullandschaft Südtirols machen.

Die Landespolitiker sind allesamt aufgefordert, sich für die Umsetzung der geforderten Modellregion Vorarlberg in einem sinnvollen zeitlichen Rahmen einzusetzen!

Franz bickel,
werdenbergerstrasse 23, bludenz