Mindestens 38 Tote bei Brand in Altersheim

Welt / 26.05.2015 • 23:01 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

peking. Bei einem Brand in einem Altersheim in Zentralchina sind mindestens 38 Menschen ums Leben gekommen. Nach offiziellen Angaben vom Dienstag wurden bei dem Feuer am Montagabend im Kreis Lushan nahe Pingdingshan (Provinz Henan) sechs weitere verletzt, davon zwei schwer. Verärgerte Familien warfen den Behörden vor, das wahre Ausmaß des Unglücks zu vertuschen. Die Zahl der Toten sei höher, sagte ein Angehöriger telefonisch der Deutschen Presse-Agentur in Peking. „Wir haben 51 Familien kontaktiert, deren Verwandte getötet wurden“, sagte Liu Liyuan, dessen 70-jährige Großmutter ums Leben gekommen ist. Er schätzte die Zahl der Toten auf „vielleicht 70 bis 80“. Rund zehn der leicht gebauten Unterkünfte brannten nach Angaben von Staatsmedien völlig aus. Übrig blieben nur verkohlte, eingestürzte Metallkonstruktionen. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping ordnete eine „eingehende Untersuchung“ und eine landesweite Sicherheitskampagne an.

Angehörige und die Nachrichtenagentur China News Service berichteten, dass der Brand vermutlich von elektrischen Kabeln ausgelöst worden sei. Es wurden auch Vorwürfe wegen der Fertigbauweise der schlichten Unterkünfte erhoben, die leicht brennbare Isolationsmaterialien in den Wänden gehabt hätten.