Mit Start-Ziel-Sieg fünften Titel geholt

Sport / 26.05.2015 • 23:09 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Die Roten Teufel vom Bodensee kürten sich mit dem 24:20-Auswärtserfolg in Bregenz zum vierten Mal in Folge und fünften Mal in der Vereinsgeschichte zum nationalen Meister im Männerhandball. Foto: gepa
Die Roten Teufel vom Bodensee kürten sich mit dem 24:20-Auswärtserfolg in Bregenz zum vierten Mal in Folge und fünften Mal in der Vereinsgeschichte zum nationalen Meister im Männerhandball. Foto: gepa

Alpla HC Hard sichert sich mit 24:20-Sieg in Bregenz abermals die nationale Krone.

Bregenz. Der alte und neue Meister in der Handball-Liga Austria heißt Alpla HC Hard. Drei Tage nach dem 30:26-Heimsieg entschieden die Roten Teufel vom Bodensee auch das zweite Spiel in der Best-of-three-Finalserie gegen Bregenz mit 24:20-Toren für sich. Für das Team von Coach Markus Burger war es der vierte Triumph in Serie und der fünfte Titelgewinn in der Vereinsgeschichte.

2200 Zuschauer sorgten auch im zweiten Ländle-Finalduell in der Handballarena Rieden für einen mehr als würdigen Rahmen. Die Gäste zeigten sich von Beginn an fokussiert und diktierten von der ersten Sekunde an das Geschehen. Mit dem starken Tormann Golub Doknic als Rückhalt setzte sich der Titelverteidiger auf 4:1 (9.) bzw. in Folge auf 11:4 (24.) ab. Während auf Seiten der Harder alles klappte, bekundeten die zu Beginn wie gelähmt agierenden Gastgeber große Probleme. Während die Angriffsreihe mit Povilas Babarskas, Tobias Warvne und Lucas Mayer vieles schuldig blieb, sorgte Goalie Vladimir Bozic mit zahlreichen Paraden dafür, dass nicht schon vor der Pause alle Hoffnungen der Festspielstädter im Keim erstickt wurden. Nach einer 13-minütigen Torflaute zwischen der 13. (4:5) und 26. Minute (4:11) keimte bei Bregenz nach einem 4:0-Lauf bis zum Seitenwechsel (8:11) noch etwas Hoffnung auf.

Kurzfristige Spannung

Zu Beginn der zweiten Spielhälfte konnten die Hausherren dann zwar auf 11:13 (34.), verkürzen, ehe dann wieder der Titelverteidiger mit einem 5:2-Lauf auf 18:13 (43.) das Kommando übernahm. In Summe erwiesen sich die Harder, die vor der Finalserie alle vier Ligaspiele gegen den Lokalrivalen verloren hatten, aber im entscheidenden Moment als zu stabil und routiniert, um noch einmal Spannung aufkommen zu lassen. Am Ende durften die Roten Teufel mit dem 24:20-Endstand verdient über den Titel jubeln und konnten sich sechs Jahre nach der Niederlage in der Finalserie 2008/09 revanchieren.

Überglücklich äußerte sich Meistertrainer Markus Burger nach Spielende: „Es war eine super Leistung und jeder Spieler und das gesamte Trainer- und Betreuerteam hat seinen Teil zum Erfolg beigetragen. Ich denke auch, wir haben den Titel redlich verdient. Wir waren nach dem Grunddurchgang und nach dem Play-off Erster und haben in der K.-o.-Phase kein Spiel verloren. Wir sind ein würdiger Meister.“

Während sich Bregenz-Coach Robert Hedin als fairer Verlierer zeigte und von einem verdienten Titelgewinn der Harder sprach, zeigte sich Kapitän Lucas Mayer schwer enttäuscht: „Es tut einfach weh, aber mit 20 Toren zu Hause kann man nicht gewinnen. In Angriff hat uns Golub Doknic den Zahn gezogen, wir haben einfach viel zu viel verworfen. Es ist schwierig, Worte zu finden, ich bin einfach enttäuscht, dass wir uns in der Finalserie so präsentiert haben. Ich weiß, dass wir eine bessere Mannschaft sind, als wir es in den beiden Endspielen gezeigt haben. Vielleicht war der Druck für einige Spieler zu groß. Wir haben aber trotzdem eine super Saison gespielt. Im Finale kommt es aber auf die Routine an, und die hat uns gefehlt.“

Wir haben nach dem 11:4 etwas die Spannung verloren, aber rechtzeitig den Turnaround geschafft.

Markus Burger

Gratulation an Hard, sie haben verdient gewonnen. Wir fanden kein Mittel, um sie in Gefahr zu bringen.

Robert Hedin

Handball

Handball-Liga Austria der Männer 2014/15

Internet: www.sis-handball.at

Finale (Best of three), 2. Spiel

Bregenz HB – Alpla HC Hard 20:24 (8:11)

Handballarena Rieden, 2200 Zuschauer, SR Hofer/Schmidhuber

Endstand in der Finalserie: 2:0 für den Alpla HC Hard

Zweiminutenstrafen: 5 bzw. 4

Torfolge: 7. 1:3, 9. 1:4, 13. 3:5, 18. 4:8, 20. 4:10, 24. 4:11, 29. 8:11, 33. 10:12, 37. 12:15,
42. 13:18, 47. 15:18, 50. 16:20, 56. 17:21

Bregenz HB: Bozic, Suppanschitz; Mayer (3), Frühstück (4), Babarskas, Gavranovic (4),
Rauch (1), Klopcic (2), Watzl (2), Esegovic, Gangl, Wassel (1), Warvne (3)

Alpla HC Hard: Doknic, Stockbauer; Kozina (5), Raschle, Zivkovic, Wüstner, Tanaskovic (2), Schlinger (2), Knauth (4/2), Krsmancic (3), Dicker, Herburger, Weber (3), Zeiner (5/1)

Erklärung: Esegovic (22./4:10 und 41./13:17) bei Bregenz bzw. der Harder Zeiner (43./13:18) vergeben Siebenmeter

1. Spiel (Samstag, 23. Mai)

Alpla HC Hard – Bregenz HB 30:26 (14:13)

Sporthalle am See, 2340 Zuschauer, SR Brkic/Jusufhodzic

Alpla HC Hard: Doknic, Stockbauer; Kozina (3), Raschle (1), Zivkovic (1), Wüstner (1), Tanaskovic (5), Schlinger (3), Knauth (3/2), Krsmancic (4), Dicker, Herburger (1), Weber (2), Zeiner (6/1)

Bregenz HB: Bozic, Suppanschitz; Mayer (3), Frühstück (4), Babarskas (1), Gavranovic (2), Rauch, Klopcic (4), Watzl, Bammer (1), Esegovic (3/3), Gangl (1), Wassel , Warvne (7)