Rosberg ist nicht gut fürs Geschäft

Sport / 26.05.2015 • 22:40 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone lobt Hamilton und motzt über die Deutschen.

Monaco. Lewis Hamilton ist besser für das Geschäft als Sebastian Vettel oder Nico Rosberg. Das hat Bernie Ecclestone in einem offen geführten Interview auf www.formula1.com gesagt. „Ich bin ein Riesen-Hamilton-Fan, weil er ein Super-Promoter für den Sport ist“, sagte der 84-Jährige.

Ecclestone sprach diese Sätze kurioserweise in einem Doppelinterview mit ihm und Rosberg. „Sorry Nico. Aber vom geschäftlichen Standpunkt aus bist du nicht so gut für mein Geschäft“, meinte Ecclestone dabei. Der Brite sprach damit die Unterschiede zwischen den Mercedes-Piloten an. Neo-Junggeselle Hamilton und Exfreund von Nicole Scherzinger ist in der Öffentlichkeit omnipräsent. Er führt ein Jetset-Leben mit Freunden aus Hollywood und aus der US-Musikszene, während Rosberg die Abende zu Hause mit seiner schwangeren Frau Vivian im pink angemalten Kinderzimmer verbringt.

Auch Vettel bekommt Fett ab

Rosberg hielt Ecclestones Urteil für „etwas hart“, aber der britische Supremo schwächte nur leicht ab. „Es klingt härter, als ich es meine, und es ist nicht deine (Rosbergs, Anm.) Schuld. Ihr seid einfach unterschiedliche Charaktere. Aber unglücklicherweise habt ihr nicht die deutschen Fans auf eurer Seite. Das zeigt die Absage des Rennens in Deutschland. Deutschland ist ein schrecklicher Markt für die Formel 1.“

Hamilton hingegen sei in England ein echter Held. „Er will berühmt sein, die Briten lieben Formel 1. Auch Sebastian (Vettel, Anm.) macht nicht viel für die Formel 1, die Leute erkennen ihn kaum auf der Straße. Lewis hingegen ist der beste Champion, den wir seit Langem hatten“, bekam indirekt auch Vierfach-Weltmeister Vettel sein Fett ab.

Laut Ecclestone sollten selbst die Teamchefs prominenter sein. Ferraris Anführer Mauricio Arrivabene etwa sei durchaus ein Charakter, „aber nur für sich selbst und nicht für die Formel 1“, kritisierte Ecclestone. Diesbezüglich kam auch Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff nicht ungeschoren davon. „Zieht ihm sein Mercedes-Hemd aus und schickt ihn auf die Straße. Keiner wird ihn erkennen.“

Deutschland ist ein schrecklicher Markt für die Formel 1.

Bernie Ecclestone