Weißer Palast von Erdogan ist ein Schwarzbau

Politik / 26.05.2015 • 23:01 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

ankara. (VN) Das oberste Verwaltungsgericht der Türkei hat den umstrittenen Palast von Präsident Recep Tayyip Erdogan offiziell zum Schwarzbau erklärt, die Richter verwarfen am Dienstag rückwirkend die Baugenehmigung für den Weißer Palast genannten Amtssitz. Die Denkmalschutzbehörde hatte den Bau des Komplexes mit seinen 1100 Zimmern auf einem Naturschutzgelände erlaubt. Im vergangenen Jahr hatte ein untergeordnetes Gericht einen Baustopp angeordnet. Die Denkmalschutzbehörde änderte daraufhin eine ursprüngliche Entscheidung zugunsten des Palastes so ab, dass der Bau trotz der Gerichtsentscheidung möglich wurde. Dagegen klagte die Architektenkammer – und bekam recht. Erdogans Palast ist auch wegen der Kosten umstritten. Der Bau kostete die Steuerzahler rund eine halbe Milliarde Euro.