Ziel ist
Modellregion

Leserbriefe / 26.05.2015 • 19:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Dem jahrelangen Hickhack der Argumente ist eine Grenze gesetzt: Alle Hochachtung der Vorarlberger ÖVP mit der Schullandesrätin Frau Dr. Bernadette Mennel sowie der Projektleiterin an der Pädagogischen Hochschule Feldkirch, Frau Dr. Gabriele Böheim-Galehr! Vor zwei Jahren wurde unter ihrer Federführung ein Forschungsprojekt gegründet, an dem 19.700 Lehrpersonen sowie Eltern und Kinder an einer Befragung teilgenommen haben. 1,8 Millionen Einzeldaten wurden unter der Leitung eines professionellen Expertenteams gesammelt und aufbereitet. Das Ergebnis ist eindeutig: 78 Prozent der befragten Eltern und Lehrpersonen sehen in einer gemeinsamen Schule mehr Chancengerechtigkeit, und 72 Prozent glauben an einen Vorteil, wenn die Entscheidung über den weiteren Bildungsweg nicht schon mit neuneinhalb Jahren, sondern erst mit 14 Jahren getroffen wird.

Erfreulich auch, dass nicht nur die Vorarlberger ÖVP – im Gegensatz zur Bundes-ÖVP – das Ziel einer Modellregion anstrebt, sondern auch alle anderen Parteien im Vorarlberger Landtag dieses Anliegen unterstützen, wie auch die Vorarlberger Wirtschaftskammer und die Vorarlberger Industriellenvereinigung. Wesentlich in der gemeinsamen Schule sind für die Schüler die Chancengerechtigkeit, die Förderung aller Kinder mit ihren unterschiedlichen Stärken und Schwächen und die Entwicklung der Fähigkeit und Bereitschaft gegenseitiger Hilfe und Wertschätzung in der Teamarbeit. Umfangreiche Vorarbeiten für organisatorische und rechtliche Rahmenbedingungen sind noch zu leisten. Vorarlberg weist den Weg.

alois schwienbacher,
kopfstrasse 14c,

altach