Bangladesch will Rohingya umsiedeln

Politik / 27.05.2015 • 22:56 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

dhaka. Bangladesch will rund 30.000 Flüchtlinge der verfolgten ethnischen Gruppe der Rohingya auf eine Insel in der Bucht von Bengalen umsiedeln. Es gehe darum, zwei überfüllte Flüchtlingslager aus Cox’s Bazar im Südosten des Landes zu verlegen, sagte Badre Munir Ferdaus, Verwaltungschef des Distrikts Noakhali, am Mittwoch.

Aufs Meer hinaus geschickt

Hunderttausende Rohingya sind in den vergangenen Jahren vor religiöser Verfolgung aus dem Nachbarland Myanmar nach Bangladesch geflohen. Offiziell registriert sind aber nur die Menschen in den beiden Flüchtlingscamps. Schätzungen der Regierung zufolge leben weitere 300.000 Rohingya in Bangladesch. Viele von ihnen bestiegen die Boote, die seit Anfang Mai in Malaysia und Indonesien ankamen – und von dort teils wieder aufs Meer hinaus geschickt wurden.