Erfolgreiche Reise zum späteren Publikum

Kultur / 27.05.2015 • 22:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Regisseur Stefan Herheim, Präsident Hans-Peter Metzler, Intendantin Elisabeth Sobotka und Regisseur Marco Arturo Marelli. Foto: APA
Regisseur Stefan Herheim, Präsident Hans-Peter Metzler, Intendantin Elisabeth Sobotka und Regisseur Marco Arturo Marelli. Foto: APA

Zwischen Hamburg, Berlin, Zürich und Wien konnten die Bregenzer Festspiele tolle Zahlen und Inhalte vermitteln.

wien, Bregenz. (VN) Nicht nur weil man bei den International Opera Awards gerade zum Festspiel des Jahres gekürt wurde, sondern weil die Marke Bregenzer Festspiele auch im Ausland durchaus Bedeutung hat, stieß die Leitung des Kulturunternehmens bei der jüngst erfolgten Städtetour auf großes Medieninteresse. Intendantin Elisabeth Sobotka, Präsident Hans-Peter Metzler sowie die Regisseure Marco Arturo Marelli und Stefan Herheim, die Puccinis „Turandot“ auf dem See und „Hoffmanns Erzählungen“ im Haus umsetzen, erläuterten in Berlin, Hamburg, Frankfurt, München, Stuttgart, Zürich und Wien Programmdetails der kommenden Saison. Das Interesse war groß, so Pressesprecher Axel Renner, die wichtigsten Medien (Tageszeitungen, Fachmagazine und Klassiksender) waren jeweils vertreten. In Österreichs Bundeshauptstadt wurde gestern noch einmal betont, dass rund 176.000 Tickets und damit zwei Drittel der Plätze bereits gebucht sind. Bei einer Tribüne mit nahezu 7000 Sitzen sind jedoch noch Karten in allen Kategorien zu haben. Auch das machte man dem Publikum klar, das zu einem großen Teil aus den bereisten Städten kommt.

Zwei Debütanten

Dass Stefan Herheim nicht nur Ehrfurcht vor dem See hat (ein solcher Auftrag käme weiterhin noch zu früh, erklärte er), sondern auch vor „Hoffmanns Erzählungen“, einer komplexen Oper, die er zum ersten Mal umsetzt, ließ der 45-Jährige, der bereits in Salzburg und Bayreuth inszeniert hat, sein Publikum wissen. Marelli (65), der erstmals den See in Angriff nimmt, geht es in der großen Kulisse auch darum, die psychologischen Feinheiten in „Turandot“ plausibel zu machen.