„Es fehlen echte Grünräume“

Vorarlberg / 27.05.2015 • 21:16 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Entwurf zum Bebauungsplan Garnmarkt Nord stößt bei Opposition auf Kritik.

götzis. Die große Wiese, die den nördlichen Teil des Garnmarkts vom benachbarten Wohngebiet trennt, sorgt derzeit für Unstimmigkeiten in der Götzner Gemeindevertretung. Konkret geht es dabei um die Entwürfe zum Bebauungsplan Garnmarkt Nord, die in der letzten Gemeindevertretungssitzung präsentiert wurden. Das Gesamtkonzept Garnmarkt sieht einen Übergang zwischen dem nördlichen Garnmarkt-Areal und der Wohnbaustruktur vor, auf der Wiese würden somit neue Gebäude entstehen. Nach Ansicht der Grünen Liste Götzis (GLG) wurde im aktuellen Entwurf die Erhaltung von Grünflächen stark vernachlässigt. Die städteplanerische Durchgrünung, wie Bäume in der Flanierzone oder begrünte Verkehrsinseln, sei zwar sehr zu begrüßen, echte Grünräume könnte diese jedoch nicht ersetzen, heißt es auf der Homepage der GLG. Ein zweiter Kritikpunkt betrifft die Höhe der geplanten Gebäude, die die Wohnqualität der Anrainer beeinträchtigen würde.

Wie Bürgermeister Christian Loacker auf Anfrage erklärte, stehe noch nicht fest, inwieweit die Vorstellungen der Götzner Grünen in der finalen Planung umgesetzt werden können. Die auf der Gemeindevertretung eingebrachte Idee, einen Grünraumplaner zu Rate zu ziehen, fand jedoch Anklang. Gespräche diesbezüglich habe es bereits gegeben. „Ein Fachplaner soll prüfen, was möglich ist bzw. welche Vorstellungen der Fraktionen umgesetzt werden können“, sagt Loacker. Bezüglich des zweiten Kritikpunkts betonte Loacker, man sei sehr bemüht, alle Interessen unter einen Hut zu bringen.

Für die Befürchtung, die Bebauung könnte eine Beeinträchtigung für die Anrainer bedeuten, habe er durchaus Verständnis. „Jeder Bau hat Auswirkungen“, räumt er ein, „wenn man jahrelang eine leere Wiese vor dem Haus hatte und dann gebaut wird, ist die Veränderung subjektiv gesehen natürlich sehr groß.“ Dass die geplanten Gebäude den Lichteinfall in den Wohnhäusern beeinträchtigen, sei jedoch nicht der Fall. Dies sei bereits geprüft worden. Noch wurde der Entwurf von der Gemeindevertretung nicht mehrheitlich angenommen. Bis zum Sommer werde man sich aber noch einigen, hofft Loacker.