IS-Miliz beginnt mit Zerstörung in Palmyra

Politik / 27.05.2015 • 22:56 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

damaskus. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat nach Angaben eines syrischen Provinz-Gouverneurs antike Statuen in einem Museum der Welterbestätte Palmyra zerstört. Einige der Skulpturen in der Ausstellung seien von Extremisten zerschmettert worden, sagte der Chef der Provinz Homs, Talal Barazzi, am Mittwoch. Und fügte hinzu: „Wir haben unbestätigte Berichte erhalten, dass auch einige Statuen im Baal-Tempel zerstört worden sind.“

Der IS hatte die historische Oasenstadt in Zentralsyrien vor knapp einer Woche von Regimetruppen erobert. Die gleichnamige Ruinenstätte Palmyra gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und gilt als eine der bedeutendsten Kulturstätten im Nahen Osten. Über Beschädigungen der Bauten wurde zunächst nichts bekannt. Im Nordirak hatte der IS bereits im Frühjahr Kulturstätten vernichtet, etwa die Ruinen der jahrtausendealten Stadt Nimrud.

In Sicherheit gebracht

Kurz vor dem Einfall der Dschihadisten waren laut UNESCO allerdings etwa 400 Statuen in Sicherheit gebracht worden. Nach einer radikalen Islam-Interpretation sind Bilder und figürliche Darstellungen von Menschen verboten. 

Während der IS in Syrien zuletzt Erfolge verzeichnen konnte, startete der Irak am Mittwoch eine Gegenoffensive gegen die Dschihadisten im Land.