KMU im Land investieren

Markt / 27.05.2015 • 19:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Trotz verhaltener Aussichten glauben die Vorarlberger KMU an die Zukunft. 

Schwarzach. (VN-sca) Die Investitionsausgaben steigen, die sogenannte Investitionsquote sinkt allerdings. Die Investitionsquote beziffert den Anteil der Investitionsausgaben am Bruttoinlandsprodukt.

Eine Entwicklung, die in vielen Industriestaaten zu beobachten ist und u. a. damit zusammenhängt, dass bei wirtschaftlich höher entwickelten Staaten kostenintensive Infrastrukturinvestitionen tendenziell abnehmen – oder aber ein Wirtschaftsstandort nachhaltig unattraktiv wird.

Betrachtet man die Investitionsquoten der einzelnen Bundesländer, ergibt sich der überraschende Befund, dass das Burgenland mit 26,2 Prozent die höchste Investitionsquote aufweist. Das beweist, dass dieses Bundesland durch die Ostöffnung und die EU-Strukturförderungen im letzten Jahrzehnt sehr stark profitieren konnte. Bei der Quote liegt Vorarlberg laut einer Untersuchung der Sparkassen Vorarlberg mit 21,2 Prozent im Bundesländer­vergleich auf dem letzten Platz.

Ganz vorne liegt unser Bundesland hingegen beim nominellen Investitionsvolumen. Das betrug 2014 2,7 Prozent und liegt damit deutlich über dem Österreich-Durchschnitt (2,1 Prozent). Diese Tendenz sollte auch 2015 und 2016 anhalten, so die von den Sparkassen bei IMAS in Auftrag gegebene Studie. Erfreulich: Vorarlberg weist damit – anders als in Österreich insgesamt – keine Investitionslücke auf.