Land fällt in Mathe glatt durch

VN Titelblatt / 27.05.2015 • 23:08 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ernüchterndes Ergebnis der Zentralmatura: Jede Fünfte scheiterte. Resümee sonst positiv.

Wien. Die Einführung der Zentralmatura hat die Resultate der schriftlichen Reifeprüfungen kaum geändert, zumindest was die Anzahl der „Nicht Genügend“ betrifft. Zum Teil überraschend sind allerdings die Geschlechtsunterschiede: So verzeichneten zwar die Burschen – acht Prozent erhielten einen Fünfer – wie erwartet bessere Resultate in der Mathematik als Mädchen (13 Prozent), sie schnitten aber auch in Englisch etwas besser ab (vier Prozent Fünfer versus sieben Prozent). Nach Bundesländern betrachtet gab es die größten Unterschiede in der Mathematik: In Oberösterreich kassierten nur sechs Prozent der Maturanten ein „Nicht Genügend“, in Vorarlberg dagegen 15 Prozent. Absolute Mathe-Risikogruppe sind die Mädchen im Ländle: Von ihnen fiel jede Fünfte durch. Landesschulinspektorin Christine Schreiber kündigte am Mittwoch an, aus den Ergebnissen der Zentralmatura lernen und sich verbessern zu wollen. Sie führte die vergleichsweise vielen Mathematik-Fünfer auf den hohen Anteil an Oberstufenrealgymnasien, also etwa das BORG, zurück. Für die Mädchen werde man spezielle Anstrengungen unternehmen müssen. Das unterstrich auch Bildungslandesrätin Bernadette Mennel im VN-Gespräch. /A3