Ruin des

Leserbriefe / 27.05.2015 • 18:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Schulsystems

Nun soll sie in Vorarlberg doch kommen, die gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen. Wesentlicher Punkt soll die innere Differenzierung sein. Das bedeutet wohl, dass die besten Schulkinder das Niveau der bisherigen Unterstufe des Gymnasiums erreichen sollen. Die weniger guten sollen welches Niveau erreichen? Wie viele Niveauabstufungen oder Neigungsrichtungen soll es geben, zwei, vier oder gar acht? Wie soll das verwirklicht werden, mit zwei, vier oder gar acht unterschiedlichen Lehrunterlagen und mit zwei, vier oder gar acht Lehrern in einer Klasse? Nur Phantasten, die nie unterrichtet habe, können so etwas glauben. Man kann davon ausgehen, dass die involvierten sogenannten Bildungsexperten mehrheitlich politisch links orientiert sind und Morgenluft wittern, dass das elitäre Gymnasium endlich abgeschafft und die Einheitsbreischule für alle Schüler(innen) eingeführt werden kann. Angeblich hat die Mehrheit der Befragten der nun ausgewerteten Studie dem neuen Schulsystem zugestimmt. Das besagt gar nichts, kann man doch durch geschickte Fragestellungen die gewünschten Antworten bekommen. Dass auch Vorarlberg, das ja politisch eher rechts einzuordnen ist, diesem Unfug zustimmt, ist mehr als befremdlich.

DI Dr. Bernd Oesterle,

Torggelgasse 13, Hard