Am Ende waren die Akkus leer

Sport / 28.05.2015 • 21:45 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Robert Hedin belegte in seiner ersten Saison als Bregenz-Trainer sowohl in der HLA als auch im ÖHB-Cup den zweiten Rang. Foto: steurer
Robert Hedin belegte in seiner ersten Saison als Bregenz-Trainer sowohl in der HLA als auch im ÖHB-Cup den zweiten Rang.
Foto: steurer

Bregenz-Coach Robert Hedin hätte vor der Saison für HLA-Vizemeistertitel sofort „unterschrieben“.

Bregenz. (VN-jd) „Hard war zum richtigen Zeitpunkt bereit, hat die beiden Finalduelle dominiert und ist verdient Meister geworden“ – Robert Hedin zeigte sich nach den ersten 365 Tagen als Trainer der Bregenzer Handballer trotz der beiden Niederlagen in der Finalserie mehr als zufrieden. „Wir haben zum Beginn das Erreichen des Halbfinales als Zielsetzung ausgegeben. Wir haben sozusagen über unser Ziel hinausgeschossen, sind aber alles andere als traurig über diesen Umstand“, betonte der Schwede.

„Wenn mir zu Saisonbeginn jemand gesagt hätte, dass wir Vizemeister werden, hätte ich sofort dafür unterschrieben. Doch wenn man dann das Finale erreicht hat, will man natürlich auch gewinnen. Doch am Ende hat uns Hard einen Strich durch die Rechnung gemacht.“

Die Ursache, dass einige Leistungsträger in den letzten Wochen der Meisterschaft nicht mehr ihr maximales Leistungsvermögen abrufen konnten, sieht Hedin im in der K.-o.-Phase verlorengegangenen Rhythmus. „Wir haben nicht weniger als 43 Spiele in der Liga, dem ÖHB- und Europacup absolviert. So viele Spiele hat keine andere Mannschaft der Liga bestritten. Hard hatte fünf Partien weniger, war zum richtigen Zeitpunkt noch frischer und hatte personell mehr Möglichkeiten als wir. In Summe waren dies in meinen Augen dies entscheidenden Dinge, die das Finale geprägt haben. Bei uns waren am Ende einfach die Akkus leer.“

Nach dem Gewinn der Silbermedaillen in der Handball-Liga Austria und im ÖHB-Cup hat der 49-Jährige, der insgesamt 195 Länderspiele für sein Heimatland bestritten hat und u. a. Olympia-Silber 1992 und 1996 bzw. EM-Gold 1994 und WM-Bronze ein Jahr zuvor als Aktiver holte, den Fokus bereits auf seine zweite Saison als Cheftrainer in der Festspielstadt gelegt. Während Hedin aus privaten Gründen einen Tag in seiner Heimatstadt Ystad weilte, unterzogen sich seine Spieler einem Leistungstest beim Sportservice. „Die Ergebnisse dienen als Basis für das individuelle Training bis zum Trainingsbeginn 16. Juli. Da startet mit einem 13-tägigen Trainingslager in Schweden die Saisonvorbereitung. Mit dabei dann auch die beiden Neuzugänge Bojan Beljanski und Espen Lie Hansen.

Als allerletzter Pflichttermin in dieser Spielperiode steht für Kapitän Lucas Mayer und Co. heute noch die Abschlussfeier auf dem Plan. Ab 18 Uhr wird zusammen mit allen Mannschaften des Vereins vor der Handballarena Rieden gefeiert.

Wir konnten in der K.-o.-Phase unseren Rhythmus, der uns auszeichnete, nicht mehr abrufen.

Robert Hedin