Bundestheater: Für Opposition ein Versagen

Kultur / 28.05.2015 • 19:49 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wien. Die Bundestheater-Holding sei eine bewährte Struktur zur Steuerung des Bundestheater-Konzerns, ihre Rolle müsse in Zukunft jedoch gestärkt werden, insbesondere im Bereich des Controllings. Diese Einschätzung ist dem abschließenden Bericht des Ständigen Unterausschusses des Rechnungshofausschusses zur Gebarung der Bundestheater-Holding sowie der zuständigen Ministerien zu entnehmen. Die Abgeordneten der Opposition zeigten sich hingegen mit den Schlussfolgerungen nicht einverstanden. Er wurde deshalb nur mit den Stimmen von SPÖ und ÖVP zur Kenntnis genommen. FPÖ, Grüne und NEOS legen außerdem dem Nationalrat einen gemeinsamen Minderheitsbericht zum Unterausschuss vor.

Dieser fokussiert stark auf die angespannte finanzielle Lage des Burgtheaters und kommt zum Schluss, dass diese sowohl der Holding als auch dem Kulturressort zu jeder Zeit bekannt gewesen sein müsse. Sie hätten jedoch versäumt, entsprechend gegenzusteuern. Das von Kulturminister Josef Ostermayer vorgelegte Konzept der Neustrukturierung der Holding löst nach Ansicht der Opposition die grundlegenden Strukturprobleme der Bundestheater nicht. 

Übereinstimmung zu Reformbedarf

SPÖ-Kultursprecherin Elisabeth Hakel (S) meinte, es sei zweifellos kritisch zu sehen, wenn Berichte zurückgehalten wurden. Die Vorstellungen der Opposition zur Reform der Bundestheater seien allerdings nicht konsistent, meinte sie. Diese kritisiere einerseits die geplante Erhöhung der Basisabgeltung, bedenke aber nicht, dass ohne diese die Bundestheater ihr Angebot einschränken und Personal entlassen müssten. Der Kultursprecher der Grünen, Wolfgang Zinggl, wies darauf hin, dass die Holding einen klaren Auftrag hatte, nämlich ausgeglichen zu bilanzieren. Tatsächlich sei sie dazu nie imstande gewesen. Allein diesen Zustand hätte das Kulturressort längst hinterfragen müssen.