„Chance will ich nützen“

Sport / 28.05.2015 • 22:41 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Marco Stark freut sich auf seine neuen Aufgaben. Fotos: Verein/gepa
Marco Stark freut sich auf seine neuen Aufgaben. Fotos: Verein/gepa

Bludenzer unterschrieb bei der Wiener Austria seinen ersten Profivertrag.

Wien. Im Alter von 18 Jahren, gleich nach der Matura im Gymnasium Mehrerau, war Marco Stark nach Wien zur Austria gewechstelt, wo er bei den Amateuren einen Vierjahresvertrag erhielt. Vier Jahre später rückt der 22-jährige Bludenzer dank eines neuen Zweijahresvertrags in den Profikader des österreichischen Cupfinalisten auf. „Für mich erfüllt sich damit ein Kindheitstraum“, freut sich der Innenverteidiger auf die kommenden Aufgaben. Am Wochenende steht dem Kapitän der Amateurelf mit der Austria zum Abschluss der Regionalliga Ost noch ein heißes Duell bevor. „Das Derby bei Rapid wartet“, erzählt Stark und lässt für die VN die letzten Jahre noch einmal Revue passieren.

Vor allem der Abschluss der Zeit in der AKA Hypo Vorarlberg war für ihn nicht ganz einfach. „Ich hatte zwei Operationen am Knöchel und bin insgesamt sieben Monate ausgefallen“, erzählt der Neo-Profi. Im Sommer 2011 wartete auf ihn die Umstellung auf eine Großstadt und für den Kicker aus der Rätia-Jugend jene auf einen Großverein. „Die Jungs in der Mannschaft haben mir dabei sehr geholfen, sodass die Integration sehr rasch passierte“, erinnert er sich. Inzwischen hat er eine Wohnung ganz in der Nähe der Generali Arena. Davor teilte er sich eine Zeit lang auch eine Kleinwohnung mit Ismael Tajouri. „Wir sind sehr gut miteinander ausgekommen. Ich bin schon gespannt, was er über die Zeit in Altach erzählen wird“, freut sich Stark auf das Wiedersehen mit dem Ex-Kollegen in der neuen Spielzeit.

Für die Austria hat Stark insgesamt 83 Spiele absolviert. in dieser Saison war er nach Alexander Frank und Marko Kvasinia mit vier Treffern intern auch drittbester Torschütze. „Für junge Spieler ist die Ostliga eine gute Plattform“, ist er überzeugt. „Leider haben wir uns diese Saison schwer getan.“

Klare Vorstellungen

Hineingeschnuppert in den Profibetrieb hat der 181 cm große Spieler schon öfters. „In Länderspielpausen habe ich immer wieder bei den Profis mittrainiert“, erzählt er. Seit Winter gab es nun erste Gespräche bezüglich eines Profivertrags. „Deshalb habe ich mich auch nie mit einem Wechsel beschäftigt. Wenn du diese Chance kriegst, dann muss du sie auch nützen“, ist Stark überzeugt. Seine Ziele hat er klar definiert: „Im Sommer werden die Karten neu gemischt. Bei einem neuen Trainer haben alle die gleiche Chance. Ich möchte mich so gut wie möglich präsentieren, viele Spielminuten bzw. Einsätze bekommen. Ich denke, ich bin bereit.“

Studium als Gehirntraining

Auch abseits des Fußballs hat Stark klare Vorstellungen. Nachdem er ein Studium an der Wirtschaftsuniversität aufgrund der Trainingsanforderungen abgebrochen hat, hat er sich an der Fern-Universität Hagen angemeldet. „Ein wenig Gehirntraining schadet nicht“, schmunzelt er. Als Studienrichtung hat er sich für Jus entschieden – und auch schon die ersten zwei Prüfungseinheiten hinter sich gebracht. Die nächste ist sportlicher Natur und startet am 22. Juni: Da ist Trainingsstart bei den Profis. Lob für ihn gibt es von Austria-Sportdirektor Franz Wohlfahrt: „Marco ist technisch beschlagen, kopfballstark und beidbeinig. Zudem bringt er eine vorbildliche Einstellung mit.“

Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen mit Tajouri.

Marco Stark
Als Kapitän lernte Marco Stark, Verantwortung zu übernehmen.
Als Kapitän lernte Marco Stark, Verantwortung zu übernehmen.

Zur Person

Marco Stark

Unterschrieb bei FK Austria Wien einen Vertrag bis 2017 (plus ein Jahr Option)

Geboren: 5. Jänner 1983 in Bludenz

Größe/Gewicht: 181 cm/77 kg

Ausbildung: AHS-Matura

Laufbahn: Rätia Bludenz, AKA Hypo Vorarlberg, FK Austria Wien Amateure, FK Austria Wien (Vertrag bis 2017)

Position: Innenverteidiger

Fuß: beidfüßig