Internationaler
Tag der Familie

Leserbriefe / 28.05.2015 • 19:46 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

„Jetzt müssen Taten folgen, denn schöne Worte von Politikern aller Couleurs zum Internationalen Tag der Familie sind gut, aber davon können sich die Familien nichts kaufen!“ So die Forderung des Präsidenten des katholischen Familienverbandes in einer Presseaussendung zum Internationalen Tag der Familie am 15. Mai 2015. Laut einem Text von KAP vom 27. 3. 2015 sind für den katholischen Familienexperten Prof. Danhel „alle gesetzgeberischen und administrativen Aktivitäten am Wohl von Familien und Kindern auszurichten“, und er plädierte für einen Vorrang von Geldleistungen an Familien gegenüber Sachleistungen, etwa in Form von Kinderbetreuungsangeboten. „Humanvermögen“ entsteht nur in Familien mit Kindern – Politik braucht umfassendes „Family Mainstreaming“. Auf der Internetseite des Familien­bundes Österreich ist u. a. zu lesen: „Familie kann durch nichts ersetzt werden. Eine noch so gute Betreuung kann die Aufgaben, die Eltern zu leisten haben, nicht erledigen. Das Elternhaus, die Familie sind der Grundstein für Bildung. Das Zuhause ist die erste Bildungseinrichtung.“ Wenn es laut UN-Resolution 1993 um „gesellschaftliche Gleichberechtigung und um den Schutz der Familie vor staatlichen Eingriffen“ geht, dann ist nicht der Ausbau von Kinderbetreuung erste Priorität, sondern dass die Familienarbeit als Beruf anerkannt, bezahlt und mit einer sozial- und pensionsrechtlichen Absicherung honoriert wird.

Norbert Bolter,
Gitzebühel 9, Koblach