Leadertrikot verteidigt

Sport / 28.05.2015 • 21:17 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Matthias Brändle kommt auf den Geschmack und genießt die Zeremonien als Gesamtleader bei der Belgien-Radrundfahrt. Foto: privatr
Matthias Brändle kommt auf den Geschmack und genießt die Zeremonien als Gesamtleader bei der Belgien-Radrundfahrt. Foto: privatr

Matthias Brändle nach erster Etappe weiter Spitzenreiter der Belgien-Radrundfahrt.

Knokke. (VN-akp) Auf der ersten Etappe der fünftägigen Belgien-Radrundfahrt setzte sich Lokalmatador Tom Boonen nach 178,5 Kilometern von Lochristi nach Knokke-Heist durch. Der 34-Jährige gewann im Massensprint vor dem Franzosen Arnaud Démare und dem Belgier Jens Debusschere. Der Hohenemser Matthias Brändle konnte das Rote Trikot des Gesamtführenden erfolgreich verteidigen. Der 25-jährige Ex-Stundenweltrekordhalter kam auf Rang 57 mit dem Hauptfeld ins Ziel und behielt den Vorsprung seines Prolog-Siegs von zwei Sekunden auf den Australier Rohan Dennis.

Zuvor gab es eine Schrecksekunde für den IAM-Profi, als er 19 Kilometer vor dem Ziel einen Reifenschaden hatte. „Ich muss zugeben, dass ich Druck verspürt habe, als ich im Finale den Defekt hatte. Aber in diesen Momenten gilt es, ruhig zu bleiben. Ich bedanke mich bei meinen Teamkollegen, die auf mich gewartet haben und mir geholfen haben, ins Feld zurückzukommen, vor allem Vicente Reynes.“ In der Hektik hatte der Mechaniker versäumt, den Schnellspanner an Brändles Vorderrad zuzudrehen.

„Ich musste alles im Sitzen fahren, an ein Sprinten war nicht mehr zu denken. Ich hoffe, dass ich heute mehr Glück habe, denn die Etappe wird kompliziert. Was mir schwer fallen wird, sind nicht die Pavés, sondern die kleinen Anstiege. Ich werde alles tun, um noch einen Tag in Rot zu fahren.“

Brändles Sportlicher Leiter Eddy Seigneur zeigte sich bislang mehr als zufrieden. „Unser Ziel ist, das Trikot zu verteidigen. Es gibt heute noch zehn Kilometer vor dem Ziel Pavés, daher werden die Fahrer nicht in einem großen Feld ins Ziel kommen. Die Einheimischen sagen, dass es eine kleine Flandern-Rundfahrt wird, aber ich glaube, dass es mit diesen Schwierigkeiten und dieser Distanz eine Miniausgabe von Het Volk werden kann.“

Mein Dank gilt den Teamkollegen, die mich nach dem Defekt wieder zurück ins Hauptfeld brachten.

Matthias Brändle