„Sich ein eigenes Bild über Politik machen“

Vorarlberg / 28.05.2015 • 21:29 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Wie die Politiker bei Landtagssitzungen können die Schüler Anträge einbringen und darüber abstimmen. Foto: VN/Paulitsch
Wie die Politiker bei Landtagssitzungen können die Schüler Anträge einbringen und darüber abstimmen. Foto: VN/Paulitsch

Junge Menschen bringen sich im Schülerparlament bei bildungspolitischen Themen ein.

Bregenz. (VN-ram) Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr hat das Schülerparlament  im Plenarsaal des Landtags getagt. Schülervertreter haben dabei die Möglichkeit, eigene Anträge vorzutragen und über schulpolitische Themen zu diskutieren. Insgesamt 15 Anträge sind bei der Sitzung am Donnerstag eingebracht worden: Über verpflichtendes Feedback, Chancengleichheit und Talenteförderung wurde genauso rege diskutiert wie über die gemeinsame Schule und das Dauerbrenner-Thema politische Bildung als Schulfach. So forderte Niandong Mimi Hu vom Gymnasium Gallusstraße beispielsweise mit dem Antrag „Nationale und Internationale Politik und Gesellschaftsentwicklung als Nebenfach“: „Schüler sollten auch in der Schule die Möglichkeit bekommen, sich ein eigenes Bild von  Politik zu machen.“ Nach einer regen Diskussion stimmten die Schülervertreter für den Antrag. Ob sie damit auch Gehör  finden, wird sich weisen. Julian Kraszai, Schulsprecher vom Gymnasium Mehrerau,  forderte jedenfalls: „Politiker, macht euch Gedanken!“

Wenn wir Schüler an einem Strang ziehen, haben wir immensen Einfluss auf die Politik. Je mehr Leute wir sind, desto mehr können wir erreichen. Dijana Milojevic (20), HAK Lustenau
Wenn wir Schüler an einem Strang ziehen, haben wir immensen Einfluss auf die Politik. Je mehr Leute wir sind, desto mehr können wir erreichen. Dijana Milojevic (20), HAK Lustenau
Wir haben nur Einfluss, wenn man uns hört. Wir Schüler sitzen quasi an der Quelle und könnten bei schulpolitischen Fragen oft besser verhandeln als Außenstehende. Sara Hörburger (17), BORG Lauterach  
Wir haben nur Einfluss, wenn man uns hört. Wir Schüler sitzen quasi an der Quelle und könnten bei schulpolitischen Fragen oft besser verhandeln als Außenstehende. Sara Hörburger (17), BORG Lauterach  
Ich habe nicht das Gefühl, dass wir besonders viel mitreden können. Wir können zwar unsere Anliegen äußern, aber im Endeffekt bestimmen nicht wir. Pablo Dostal (17), HAK Feldkirch  
Ich habe nicht das Gefühl, dass wir besonders viel mitreden können. Wir können zwar unsere Anliegen äußern, aber im Endeffekt bestimmen nicht wir. Pablo Dostal (17), HAK Feldkirch  

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