„Sind da, dürfen aber nicht spielen“

Kultur / 28.05.2015 • 19:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Landesobmann Wolfram Baldauf: „Wir bleiben dran.“ Foto: Vlach
Landesobmann Wolfram Baldauf: „Wir bleiben dran.“ Foto: Vlach

Mit der Kürzung wäre die Militärmusik tot. Die Hoffnung auf Korrektur ist gering.

Bregenz. (VN-cd) Mit seinem Applaus hat das Publikum am Mittwochabend im Bregenzer Festspielhaus wohl für den Verbleib der Militärmusik Vorarlberg votiert. Wie groß der dabei formulierte Funken Hoffnung denn ist, wollten die VN von Wolfram Baldauf, Landesobmann des Vorarlberger Blasmusikverbandes wissen. „Gering“, lautet die Antwort. Man werde aber nicht still bleiben, fügt Bal­dauf an, denn mit den von Minister Gerald Klug (SPÖ) geforderten Sparmaßnahmen wäre die Militärmusik Vorarlberg tot. Ein Kapellmeister, sechs Unteroffiziere und ein Kader von 13 Grundwehrdienern, der sich nach jeweils sechs Monaten wieder erneuert, sollten nach ministerlicher Weisung ein Ensemble bilden. Die Größe und der rasche Wechsel in der Besetzung würden das Repertoire extrem einschränken, erklärt Baldauf.

Unverständlich ist es Bal­dauf, dass es offenbar keine Rolle spielt, wenn österreichweit rund 80 Unteroffiziere bei vollen Bezügen nun zur Untätigkeit verdonnert sind. Baldauf: „Sie sind da, dürfen aber nicht spielen.“

Nach Einbringung von Vorschlägen zum kostengünstigen Erhalt der Militärmusik Vorarlberg will man sich, so der Obmann, nun weiterhin beratschlagen und nach erfolgten Protestkonzerten erneut an die Öffentlichkeit treten: „Wir bleiben dran.“