Banken auf Ramschniveau?

Leserbriefe / 29.05.2015 • 21:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Wenn man täglich die Medienberichte verfolgt, wo wieder mal eine amerikanische Ratingagentur unsere Banken als Ramsch bezeichnet, dann könnte man als Kenner der Hintergründe einfach nur noch erbrechen. Die Amerikaner als die Weltpolizei mit ihrer selbstgerechten Art, Krieg und Frieden zu spielen, sowie vorzugeben, welchem Teil der Welt es wirtschaftlich gut oder schlecht geht. Mit ihren Bankvorschriften „Basel 1–3“ haben sie vor über 20 Jahren begonnen, sich die europäischen Banken untertan zu machen, mit Vorschriften, welche sie selbst im eigenen Land nie umgesetzt haben. Dies ermöglichte es, an unsere Banken Immobilienpapiere zu verkaufen, die in Wirklichkeit Ramsch waren. Dadurch kam es 2007 zur bis heute andauernden Finanzkrise. Und nun die fast wöchentlichen Herabstufungen aufgrund nicht nachvollziehbarer Berechnungs- und Bewertungsarten irgendeiner amerikanischen Ratingagentur, Knebelungsverträge gegenüber europäischen Banken, welche entweder unterschreiben, ansonsten aus dem internationalen Zahlungsverkehr ausgeschlossen werden usw. Die Hoffnung, dass wir in Europa und insbesondere in Österreich einmal Politiker bekommen, die – trotz fehlender Intelligenz – wenigstens einmal das Rückgrat haben, aufzustehen und sich gegen die Versklavung eines ehemaligen Befreiers zu wehren, habe ich bereits aufgegeben.

Betr. oec. Markus Ruppitsch,

Apfelgasse 1a,

Schwarzach