Dornbirns Kassa stimmt

Vorarlberg / 29.05.2015 • 19:33 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Abschluss 2014: positive Entwicklung der Stadtfinanzen – Frankenkredite als Klotz am Bein.

Dornbirn. (ha) Die Jahresrechnung der Messestadt für 2014 ist besser ausgefallen als im Voranschlag prognostiziert. Aus dem laufenden Betrieb wurde ein Überschuss von über 800.000 Euro erzielt, der Schuldenstand sank um über fünf Millionen Euro.

Bürgermeisterin Andrea Kaufmann zeigte sich in der Stadtvertretung mit der Jahresrechnung überaus zufrieden. Vor allem die Reduzierung des Schuldenstandes von 151 auf 146 Millionen Euro bei einem Budgetvolumen von derzeit 254 Millionen Euro sei ein klares Zeichen, dass trotz hoher Investitionen die Ausgaben in der Verwaltung niedrig gehalten werden konnten.

Ein Klotz am Bein sind indes die Kredite in Schweizer Franken, die immerhin ein Drittel der Darlehen ausmachen. Bei einem Wechsel vom Franken in den Euro würde der Schuldenstand um über zwölf Millionen Euro in Richtung 160 Millionen Euro in die Höhe schnellen, rechnete Martin Konzet von den Grünen vor.

Grundverkauf bringt Millionen

Für die Stadtchefin ist es deshalb höchst an der Zeit, sich neue Strategien im Umgang mit den Frankenkrediten zu überlegen. In der Finanzabteilung wird daran gearbeitet, bekräftigte Stadtkämmerer Guntram Mathis. Positiv auf die Jahresrechnung wirkten sich Grundverkäufe um über neun Millionen Euro oder auch steigende Einnahmen aus Kommunalsteuern aus. Die sollen noch deutlich ansteigen, da durch die Ansiedlung neuer Firmen in den Betriebsgebieten Süd und Nord 600 neue Jobs entstehen. Von den meisten Rathausfraktionen wurde der Rechnungsabschluss positiv bewertet. SP-Stadtrat Werner Posch sprach von einem erfreulichen Ergebnis, das nicht zuletzt auf die aktive Wirtschaftspolitik, die von der SPÖ unterstützt werde, zurückzuführen sei. Die Jahresrechnung 2014 wurde gegen die Stimmen der beiden Neos-Stadtvertreter abgesegnet.