Gratulation zum Geburtstag

Vorarlberg / 29.05.2015 • 18:15 Uhr / 5 Minuten Lesezeit

Hermann Natter (85)

Bezau. Radfahren und Skifahren bis ins hohe Alter, Freude an der Natur und die Liebe zu seiner Familie haben den Jubilar Hermann Natter geistig frisch und gesund erhalten.

Hermann, im Dorf als „Bäcko Hermann“ bekannt, wurde am 31. Mai 1930 in die Familie des Bäcker- und Konditormeisters Franz Josef und Franziska Natter, geb. Hörburger, in Bezau geboren. Nach der Pflichtschule erlernte er im Betrieb seines Vaters den Bäckerberuf. Anschließend machte er im Schlosskaffee in Hohenems die Konditorlehre.

Als Hermann 23 Jahre alt war, starb sein Vater. Gemeinsam mit seiner Mutter führte er die Firma als Witwenbetrieb weiter. 1955 machte Hermann die Meisterprüfung.

1957 ehelichte er die Metzgertochter Anna Wüstner, die ihm in glücklicher Ehe sechs Kinder schenkte. Inzwischen sind sie stolze Großeltern von 16 Enkelkindern und drei Urenkeln. Sie freuen sich, wenn diese zu ihnen auf Besuch kommen.

1969 übernahm Hermann von seiner Mutter die Bäckerei und das Geschäft. Schon bald wurde die Betriebsfläche zu klein. Daher verlegte er 1978 den Laden in das neu erbaute, ehemalige Gasteinerhaus. Dieses neue Geschäft zählte damals zu den schönsten und modernsten SPAR-Geschäften im Bregenzerwald. Schweren Herzens schloss Hermann 1999 aus Rentabilitätsgründen den Bäckereibetrieb für immer. Viele Lehrlinge haben in seinem Betrieb das Bäckerhandwerk gelernt. Auch einige Gesellen hat er zum Meister ausgebildet.

Sein Hobby ist das Akkordeonspielen. Schon mit elf Jahren hat er dies erlernt und zeitlebens mit Begeisterung betrieben. Heute noch ist Hermann auf seiner Orgel ein echter Meister. Der Jubilar ist seit 67 Jahren aktives Mitglied im Handwerkerverein. Auch im Männerchor Bezau war er mehrere Jahre ein begeisterter Sänger. Vor zwei Jahren erlitt er einen leichten Schlaganfall, von dem er sich aber wieder rasch erholte. Seit Jänner dieses Jahres ist seine Anna krank. Hermann betreut sie fürsorglich und hofft auf baldige Genesung.

Zum hohen Geburtstag wünschen dem Jubilar, alle die ihn kennen, Gesundheit und Lebensfreude und noch viele schönen Stunden mit seinem Akkordeon!

Werner Vogt (84)

Hard. Am 31. Mai kann der VN-Leser Werner Vogt seinen­ 84. Geburtstag feiern. Von Bregenz veränderte er sich nach Hard. Ein schmuckes

Heim am Achdamm

gab Platz für die kommende Familie, erfüllt von Ehefrau Hermi und fünf Töchter. Durch ihre Schwiegersöhne ergaben sich sieben Enkel und ein Urenkele. Im Oktober dürfen Werner und Hermin Vogt ihre diamantene Hochzeit feiern. Werner war in seinem Beruf 42 Jahre lang diensteifriger Landesbeamter. Sein Fach war der Wasserbau, die bäuerliche Bevölkerung nannte ihn einen „Wasservogel“. Natur, das Erkunden und Forschen und die Weitergabe seines Wissens an Interessierte waren ihm ein Anliegen. Werner war auch Initiator des Bregenzerwald-Archives in Egg.

Neben dem Beruf ergaben sich Lehrkurse, Vorträge und Wanderungen. Umgesetzt wurde von ihm das neunbändige Vorarlberger Flurnamenbuch. Als volkstümlicher Autor konnte er bei über 20 Gemeinden in deren Heimatbüchern mitwirken. Publikationen über Bereiche wie Brauchtum, Sagen, Alpgeschichte und Bauernhäuser folgten. Bund und Land Vorarlberg dankten ihm für sein Wirken mit Auszeichnungen und Ehrungen, der Heimatpflegeverein ernannte ihn zu seinem Ehrenmitglied. Viel Freude bereitete ihm eine Auszeichnung der UNESCO, die die Vorarlberger Flurnamen sogar zum Weltkulturerbe erhoben. 2014 wurde ihm als besondere Auszeichnung der Berufstitel Professor verliehen. Bei so viel Forschertätigkeit entsteht der Eindruck, dass Werner nie zu Hause war, nichtsdestotrotz wurde die eigene Familie immer groß geschrieben. Ehefrau Hermi und Töchter mit deren Familien waren bei vielen Abenteuern in den Bergen dabei. Im kommenden Lebensabschnitt wird es wohl ruhiger werden. Seine Familie und die vielen Freunde sorgen sicher für ein lebhaftes Fest und wünschen weiterhin klares Denkvermögen, Gesundheit und viel Schaffenskraft!