„Mobbing in Schulen kein Kavaliersdelikt“

Vorarlberg / 29.05.2015 • 22:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Richter und Referent: Norbert Stütler. Foto: VN/Sohm  
Richter und Referent: Norbert Stütler. Foto: VN/Sohm  

Schulpsychologe und Jurist erörtern ein Phänomen des Psychoterrors.

Feldkirch. (VN-gs) Mobbing – diese Art der Schikane kommt nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch an Schulen vor. Opfer und Täter sind dabei oft Minderjährige oder Jugendliche, wie ein aktuelles Beispiel im Bregenzer Gymnasium Gallusstraße zeigt. Der Feldkircher Richter Norbert Stütler und der Vorarlberger Schulpsychologe Martin Nicolussi werden am kommenden Mittwoch, 3. Juni, am Landesgericht Feldkirch öffentlich darüber referieren und zur Diskussion einladen. Stütler wird dabei vor allem die rechtliche Situation erörtern. „In den Schulen sind Täter oft straf­unmündig. Doch Mobbing ist kein Kavaliersdelikt. Es können hier auf zivilrechtlichem Wege bisweilen massive Ansprüche gestellt werden. Alter schützt hier also nicht vor Konsequenzen“, informiert der Richter. Nicolussi wird das Thema aus schulpsychologischer Sicht erörtern, zur Diskussion sind vier Schulklassen, aber auch die Öffentlichkeit eingeladen. Ort und Zeitpunkt: Mittwoch, 3. Juni ab 10 Uhr im Schwurgerichtssaal des Landesgerichtes Feldkirch.

VN-Bericht vom 14. Jänner 2015: Der Mobbing-Fall im Gymnasium Gallusstraße in Bregenz erregte sehr viel Aufsehen.
VN-Bericht vom 14. Jänner 2015: Der Mobbing-Fall im Gymnasium Gallusstraße in Bregenz erregte sehr viel Aufsehen.