Neue Chance für Wälder Heumilch

Markt / 29.05.2015 • 22:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Im Frischeregal bei Sutterlüty ist Heumilch die Nummer eins.  
Im Frischeregal bei Sutterlüty ist Heumilch die Nummer eins.  

Sutterlüty will Heumilch retten, Vorarlberger ADEG-Geschäfte helfen dabei. 

Schwarzach. (VN-sca) Die Hiobsbotschaft kam kurz vor dem Weltmilchtag, der diesen Montag gefeiert wird: Die Sennerei Lingenau kündigte das Aus für die Produktion ihrer Heumilch an, weil die Verkaufsmenge rückläufig und die Abfüllung deshalb nicht mehr wirtschaftlich sei. Ein herber Verlust für die Handelskette Sutterlüty, die die Bregenzerwälder Heumilch bislang exklusiv in ganz Vorarlberg verkauft hat. „Die Heumilch ist unsere umsatzstärkste Milchmarke“ bestätigt Sutterlüty-Geschäftsführer Alexander Kappaurer. Tausend Liter werden am Tag verkauft, von rund 300.000 Liter jährlich spricht auch der Obmann der Sennerei Lingenau, Peter Bilgeri.

Inzwischen kämpft eine Facebook-Gruppe mit rund 900 Mitgliedern für den Erhalt der Heumilch, und Sutterlüty setzt alle Hebel in Bewegung, um das für Mitte Juni angekündigte Ende der Produktion zu verhindern. „An Sutterlüty liegt es nicht, dass wir mit der Abfüllung aufhören“, versichert Bilgeri, „die haben sich auch finanziell sehr engagiert“, es seien die Kosten, die seit der Umstellung vom Schlauch auf Tüte explodiert sind. Und für Käse gibt es außerdem derzeit deutlich bessere Preise als für die Milch.

Nun tut sich auf Initiative von Sutterlüty eine Chance auf, die Heumilch zu erhalten. „Wir sind bereit, die Bregenzerwälder Heumilch im ADEG-Großhandel zu listen und allen 46 ADEG-Märkten im Land zur Verfügung zu stellen. Bei uns ist man, wie auch bei Sutterlüty, überzeugt von der Qualität des Produkts“, erklärt REWE-Pressesprecherin Ines Schurin.