Platz gemacht in den neuen Betriebsgebieten

Markt / 29.05.2015 • 22:22 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Dornbirn schafft neue Flächen für Firmen-Neuansiedlungen im Norden der Stadt.

Dornbirn. (VN-ha) Nachdem in den vergangenen Jahren das neue Betriebsgebiet Nord von der Stadt Dornbirn vorbereitet wurde, sind nun in der Stadtvertretungssitzung mit neuen Umwidmungen die wichtigsten Voraussetzungen zum Start des Ausbaus gesetzt worden. Die vorhandene Verkehrsinfrastruktur macht allerdings noch Sorgen.

Millionen investiert

In den vergangenen Jahren investierte Dornbirn Millionen in den Kauf von Betriebsgrundstücken im Norden und Süden der Stadt, aber genauso in zentrumsnahen Bereichen wie etwa neben der Fachhochschule Vorarlberg. Drehscheibe für den Verkauf, die Verpachtung und Verwertung der Flächen ist das Standort- und Gründerzentrum.

Im Pfeller, wie das Betriebsgebiet an der Grenze zu Schwarzach heißt, wird derzeit kräftig geplant. Ein 12.000 Quadratmeter großes Grundstück veräußert die Stadt an die Z Werkzeugbau GmbH. Die ehemalige Zumtobel-Tochter wird damit aus dem Zumtobel-Firmensitz an der Höchster Straße ausziehen. Ziel sei es, 2016 den neuen Standort zu beziehen. Die bereits im Pfeller ansässige Hightech-Firma Heron sicherte sich ebenfalls 4000 Quadratmeter. Firmenchef Christian Beer kündigte in den VN an, dass „der Firmensitz erweitert werden soll“. Auch ein großer Lebensmittelerzeuger will sein Hauptquartier in das neue Betriebsgebiet verlegen. Die Stadt Dornbirn hofft auf rund 400 zusätzlichen Arbeitsplätzen allein auf diesem Betriebsgelände.

Da es sich bei den geplanten Ansiedlungen durch die Bank um große Bauvorhaben handelt, wird nun die Frage der Erschließung der Baustellen für Baustellenfahrzeuge und Großtransporte diskutiert. Sie soll, um das Wohngebiet Stiglingen nicht weiter zu belasten, über die neue L 200, die Verbindung von der Autobahn in den Bregenzerwald, erfolgen.

Überlasteter Kreisverkehr

Ein Dorn im Auge der Dornbirner Politiker ist der Verkehrskreisel im Bereich der Autobahnauffahrt Dornbirn-Nord, der bei der Erschließung des Betriebsgebietes Pfeller eine Rolle spielen wird. Vor allem zu Stoßzeiten ist der Kreisverkehr komplett überlastet, die Folge sind lange Staus aus allen Richtungen. Die Stadt ist allerdings machtlos bei der Planung entsprechender Maßnahmen, da das Land zuständig ist. Eine Verbesserung erwartet man sich im Rathaus vom geplanten Direktanschluss des Industriegebietes Wolfurt an die A 14.