Rote und Schwarze vor historischen Wahlschlappen

Politik / 29.05.2015 • 22:21 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Voves will zurücktreten, wenn SPÖ unter 30 Prozent fällt. APA
Voves will zurücktreten, wenn SPÖ unter 30 Prozent fällt. APA

Steirer und Burgenländer wählen: FPÖ wird aufholen, Team Stronach keine Chance.

Wien. In zwei Bundesländern werden die Wähler am Wochenende zur Urne gerufen. Große politische Umwälzungen sind aber weder in der Steiermark noch im Burgenland zu erwarten. Die rot-schwarzen Regierungspartner werden wohl in beiden Ländern ihre Mehrheit halten können und es ist recht wahrscheinlich, dass sie ihre Zusammenarbeit fortsetzen. Dennoch werden sie den Umfragen zufolge deutliche Verluste einstecken müssen.

In der Steiermark kann Landeshauptmann Franz Voves (SPÖ) hoffen, dass er seinen ersten Platz verteidigt, auch wenn er einiges von seinen 38,3 Prozent einbüßen dürfte. Er hat schon angedroht, bei weniger als 30 Prozent zu gehen. Sein Stellvertreter Hermann Schützenhöfer (ÖVP) muss sich darauf einstellen, in seiner zweiten Wahl einen historischen Tiefststand (nach 37,2 Prozent 2010) verantworten zu müssen. Der blaue Frontmann Mario Kunasek könnte hingegen mit über 20 Prozent ein Rekordergebnis erzielen. Weniger wahrscheinlich ist, dass die Grünen (5,6 Prozent) wie von ihnen angekündigt, zweistellig werden. Die KPÖ kann auf den Verbleib im Landtag hoffen, die Neos müssen noch zittern. Das Team Stronach hat den Umfragen zufolge keine Chance auf den Landtagseinzug.

Im Burgenland hat Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) die 48,3 Prozent aus 2010 zu verteidigen. Ein wenig davon dürfte Niessl einbüßen – aber der erste Platz ist nicht in Gefahr. Denn der Abstand zur ÖVP ist groß, und ihr Spitzenmann Franz Steindl muss sich auf ein neues historisches Tief (nach 34,6 Prozent) einstellen. Die FPÖ dürfte auch im Burgenland einen Rekordwert schaffen. Die Grünen sind derzeit mit 4,2 Prozent die schwächste Landesgruppe. Fraglich ist, ob sich die Bündnis Liste Burgenland im Tandem mit dem Team Stronach im Landtag halten wird. Und offen bleibt, ob den Neos der Einzug gelingt.

Burgenland: Niessls erster Platz ist nicht gefährdet. APA
Burgenland: Niessls erster Platz ist nicht gefährdet. APA