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Leserbriefe / 29.05.2015 • 21:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 29. Mai 2015
VN-Bericht vom 29. Mai 2015

Eine Regierung gilt als Abbild des Volkes. Der politische Einmut auf gut österreichisch ist nicht weniger skandalös als der Aufschrei zum FIFA-Skandal. Prominenzen wurden dort unter dringendem Verdacht verhaftet. Zeitfenster für die Aufdeckung von Schwarzgeldkonten und Aktenschwärzer werden tatenlos verlabert. Hierzulande werden Akteure in Regierungsrängen weder verhaftet noch angeklagt. Korruption ist in Österreich sozusagen „gesellschaftswürdig“. Unter Generalverdacht stehen Finanzbeamte, denen ein Fall zuschulden kam, aber verurteilt wurden.

Nicht so die Richter, welche politische Beurteilungen aus Machenschaften und Vetternwirtschaft, weisungsgebunden, Statisten ähnlich, zu verkünden haben. So wurde das Schlamassel, das wir haben, erst möglich. Biedere Landespolitiker mutieren in Wien Trollen ähnlich zu willigen Werkzeugen. Selbstbereicherer sind – frei betrachtet – Ladendiebe. Unsere Gesellschaft ist demnach verrottet, jeder nimmt nur und will nichts geben. Volksaufstand? Nein, schicksalhaft von Bürden-Bürgern getragen, in Resignation geknickt. Es ist zum Schreien und Heulen. Schelling als Quereinsteiger in der Politik ist mit seinen Bemühungen für uns Bürger zur größten Zielscheibe seiner Parteikollegen geworden. Ohne breite Unterstützung steht es um ihn schlecht.

Ist Österreich, ehemals als Sensen- und Sichel-Manufaktur weltbekannt, unfähig, Nägel mit Köpfen zu machen? Dann beißt sich die Katz in den Schwanz.

Josef Koch, Liechtensteiner strasse 99,

Feldkirch