Christian Adam

Kommentar

Christian Adam

Von der Qual der Wahl

Sport / 29.05.2015 • 22:34 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Schmerzhaft und herausfordernd! Thomas Bach wusste, welche Botschaft er zu überbringen hatte. Nur mit einschneidenden Maßnahmen vermochte der IOC-Präsident den Skandalen in eigenen Reihen Herr zu werden.

Seine Worte aber verhalten. Die FIFA bleibt das Machtfeld von Joseph S. Blatter. Festnahmen, Ermittlungen, Abschiebungen – die Krise war nie tiefer. Und trotzdem nutzten die Gegner nicht die Gunst der Stunde. Die Fußballwelt wartete auf ein klares Signal an der FIFA-Spitze, stattdessen wurde stundenlang über FrauenFußball und medizinische Erkenntnisse geredet.

Als sich langsam Müdigkeit unter den Delegierten breit machte, ging es zu den Wahlurnen. Die Palastrevolution aber blieb aus, selbst ein zweiter Wahlgang war Blatters Gegner zu viel. Lieber weitere vier Jahre mit dem Schweizer – und: Ach ja, der mögliche zweite Wahlgang kann ja als Erfolg verkauft werden. Das ist wahrlich gelebte Demokratie . . .

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