Debatte um Parkplätze am Bödele

Vorarlberg / 31.05.2015 • 18:46 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Zu den bisherigen Parkflächen direkt am Pass kommt eine weitere Teilfläche dazu. Foto: Lerch
Zu den bisherigen Parkflächen direkt am Pass kommt eine weitere Teilfläche dazu. Foto: Lerch

Grüne gegen Erweiterung der Abstellflächen. Seilbahngesellschaft spricht von Optimierung.

Dornbirn. (ha) Mit dem Argument, die Verkehrssicherheit zu verbessern, verpachtet Dornbirn ein stadteigenes, 600 m2 großes Grundstück auf der Bödele-Passhöhe an die Dornbirner Seilbahngesellschaft. Diese will die Fläche auch für eine Neuordnung des bestehenden Parkplatzes nutzen. Die Grünen haben andere Vorstellungen.

Juliane Alton, Stadträtin der Dornbirner Grünen, sprach sich auf der Sitzung der Dornbirner Stadtvertretung gegen jede Ausweitung des Parkplatzangebotes auf dem Losenpass aus und forderte stattdessen den Ausbau des Busverkehrs von Dornbirn aufs Bödele. Die Verbreiterung des Gehsteigs, der durch das Grundstücksgeschäft zwischen Stadt und Seilbahngesellschaft möglich wäre, wird von den Grünen zwar ausdrücklich begrüßt, nicht aber eine Erweiterung des Parkplatzangebots auf der östlichen Seite der Bödelestraße von derzeit 80 auf 195 Stellplätze, wie Alton vorrechnet.

Eine geplante Abbiegespur im Bereich des Parkplatzes reiche nicht aus, um das Verkehrschaos an schönen Wintertagen zu beheben. Dies wäre mit einer Verkürzung der Taktzeiten des Bödelebusses von derzeit 30 auf 15 oder gar zehn Minuten viel besser möglich.

„Optimierung“

Für Herbert Kaufmann, Geschäftsführer der Dornbirner Seilbahngesellschaft, könne durch die Anmietung der Fläche die Einfahrt des bestehenden Parkplatzes verlegt und damit eine Gefahrenstelle beseitigt werden. Außerdem bestehe die Chance, die vorhandenen Stellflächen neu zu ordnen: „Damit würde sich das Angebot von derzeit 115 auf 185 Abstellplätze erhöhen, und das bei lediglich zusätzlichen 600 m2 Flächenbedarf.“

Insgesamt gibt es auf dem Bödele 1300 Stellplätze. Rund 425 davon bewirtschaftet die Dornbirner Seilbahngesellschaft. Sie befinden sich direkt auf der Passhöhe. 240 Autos haben auf dem so- genannten Kälberrücken, der nur im Winter offen ist, Platz. Diese Fläche ist im Besitz einer Agrargemeinschaft.

Trotz des Parkplatzangebotes ist auch für Kaufmann der öffentliche Nahverkehr wichtiger denn je. Deshalb werde er von den Seilbahnen jährlich mit hohem finanziellen Aufwand mitgetragen und beworben: „Eine Verdichtung des Buslinientaktes ist natürlich zusätzlich wünschenswert, aber auch eine Frage der Finanzierung.“

Damit würde sich das Angebot von derzeit 115 auf 185 Abstellplätze erhöhen.

Herbert Kaufmann