Montafoner Bergbahnen lenken in andere Richtung

Leserbriefe / 31.05.2015 • 18:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Als Obmann der „Net lugg lo!“-Interessenvertretung wollte ich erschwingliche Tarife sowohl für Einzelfahrten als auch für die Montafon-Card Sommer 2015, für die Begleitung von Behinderten (laut Behindertenpass), Behinderte von 51 bis 69 Prozent Behinderungsgrad und Pensionisten/Senioren. Sowohl Einzelfahrten und die Sommer-Card 2015 sind für uns Schlaganfall-Betroffenen sowie sehr viele Pensionisten unerschwinglich. Die Frauen werden übervorteilt und die Pensionistentarife sind eine Verhöhnung. Gerade Behinderte haben ohnehin durch ihre Behinderung eine hohe finanzielle Last zu tragen. Und über die vielen Unzulänglichkeiten möchte ich hier gar nicht sprechen. Da ist es oftmals so, dass sich der Behinderte mit seiner Begleitung nur eine, maximal zwei Berg- und Talfahrten in einer Saison leisten kann. Ich kann aus Erfahrung berichten, denn viele Mitglieder der Selbsthilfegruppe müssen so handeln. In Gesprächen mit vielen Behinderten und Senioren stelle ich immer wieder fest, dass unsere Gruppe gerne öfter die schönen Panoramen unserer Berge genießen würde. Sie können es sich jedoch aus finanziellen Gründen nicht leisten. Der Anblick der Panoramen lässt uns jedoch Kraft tanken für viele Aktivitäten der betroffenen Gruppen. Das wird ihnen wohl so lange verwehrt bleiben, so lange bei den Geschäftsführern der Montafoner Bergbahnen kein Umdenken stattfindet!

Kurt Gerszi,

Obmann ‚Net lugg lo!‘,

Pfiferweg 6, Tschagguns